Amazfit Powerbuds – TWS Kopfhörer von Xiaomi im Test

Amazfit Powerbuds – TWS Kopfhörer von Xiaomi im Test

26. September 2020 0 Von Charly Charles Check

Meine bisherigen Lieblingsbluetoothkopfhörer waren die Melomania 1 von Cambridge Audio. Nun wurden diese aber abgelöst durch die Amazfit Powerbuds.

Ich teste die Bluetooth Earbuds von Amazfit nun schon über mehrere Monate und während des Langzeittests habe ich die von Tag zu Tag mehr schätzen gelernt.

Nicht nur wegen des Klangs, sondern auch wegen den Funktionen sind die Powerbuds meine neuen Lieblingskopfhörer geworden.

Preis

Die kabellosen Amazfit Earbuds bekommt ihr bei Amazon und Co. für eine UVP von 99,99 Euro. Jedoch gibt es hier und dort eine Aktion oder ein Gutscheincode, wodurch auch mal ein Preis von 65 Euro zustande kommen kann. Und das wäre auf jeden Fall günstig für das was die Kopfhörer bieten.

Fangen wir aber von vorne an. Was finden wir im Lieferumfang?

Lieferumfang – Amazfit Powerbuds

Eins vorneweg. Amazfit weiß wie man Produkte gut verpackt. Wenn man schon von der Verpackung überrascht ist, dann ist auch meistens die Verarbeitung des Produkts ebenfalls sehr gut. Und das trifft auf die Powerbuds zu.

Neben den Earbuds und dem Ladecase befinden sich auch noch eine dicke Bedienungsanleitung, Silikon-Eartips in drei weiteren Größen sowie ein längeres USB-C auf USB-A Ladekabel im Karton.

Nun kommen wir aber zum Herzstück des Lieferumfangs. Den Earbuds.

Ladecase

Diese liegen im leichten, kleinen und glatten Kunststoff-Ladecase. Das Ladecase mit beiden Earbuds und den magnetischen Ohrbügeln wiegt ca. angenehme 69g.

Apropos Schutz. Die Amazfit Powerbuds sind IP55 zertifiziert und somit Wasser- und Staubbeständig.

Ich habe hier die schwarze Variante, aber in Weiß könnt ihr euch die auch kaufen.

Akku – Amazfit Powerbuds

Am Case finden wir vorne eine weiße LED, die an sich nichtssagend ist und hinten sehen wir den USB-C Anschluss zum Aufladen der Kopfhörer. Bzw. das Ladecase hat natürlich einen eigenen Akku mit 450 mAh und gibt die Energie an die beiden Earbuds ab. Jeder der beiden 6g leichten Earbuds hat ebenfalls einen eigenen verbauten Akku, welcher 55 mAh groß ist.

Laut Hersteller sollen wir ohne Ladebox auf 8 Stunden Laufzeit kommen. Um die 7 bis 7 1/2 Stunden kann ich auf jeden Fall bestätigen, sofern man ständig mit einer Lautstärke von maximal 70 Prozent hört und die Zusatzfeatures, zu denen wir gleich kommen werden, deaktiviert sind.

Mit dem Case könnt ihr die beiden Ohrhörer noch ca. 2x voll aufladen. Falls euch das nicht reicht, dann könnt ihr die Ladebox auch schnell wieder aufladen, dank der Unterstützung von Quick Charge.

Nach 15 Minuten laden, könnt ihr ca. 3 Stunden lang wieder Musik hören.

Wireless Charging ist hingegen leider nicht im Case verbaut. Darüber hätte ich mich noch gefreut.

Amazfit verzichtet bei den Earbuds komplett auf Status-LEDs. Was ich richtig gut finde, da ich das äußerliche Blinken in der Öffentlichkeit von Bluetooth Kopfhörern immer als störend empfunden habe.

Design

Es ist natürlich Geschmackssache, aber ich empfinde die Kopfhörer als stylisch und trage diese auch sehr gerne, da der Tragekomfort sehr gut ist. Aber das ist bei jedem anders, da jeder etwas andere Ohren hat. Es liegen übrigens Silikon Aufsätze in den Größen XS, S, M und L bei. Durch das geringe Gewicht bemerke ich die Powerbuds auch so gut wie gar nicht.

Ohrbügel – Amazfit Powerbuds

Falls man aber doch einmal sichergehen will, dass kein Earbud herausfällt, weil man gerade Sport machen möchte, dann liegen im Ladecase noch zwei Ohrbügel drin, welche magnetisch sehr stark mit dem Gehäuse der Kopfhörer verbunden werden kann.

Beim Joggen brauche ich die Ohrbügel gar nicht, aber als ich zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Ostsee gefahren bin, habe ich sicherheitshalber den Bügel an den einem Kopfhörer befestigt, den ich genutzt habe. Denn ihr könnt auch nur ein Hörer nutzen und den anderen im Ladecase lassen.

Der Ohrbügel ist wirklich schön fest am Kopfhörer magnetisch befestigt. Glaubt man gar nicht. Also so ging es mir.

Ein Beispiel wie stark der Magnet ist:

Wir mussten bei der Fahrradtour zur Ostsee durch eine Baustelle fahren und ich hatte einen Bauarbeiter gefragt, ob das möglich ist. Dafür habe ich versucht den Kopfhörer aus meinem Ohr zu nehmen, aber ich hing an meiner Sonnenbrille mit dem Bügel fest. Später merkte ich, dass dabei der Bügel abgefallen ist. Leider habe ich diesen nicht wiedergefunden. Aber nach dem wir an der Ostsee angekommen waren und auch wieder zurück nach Berlin gefahren sind auf nicht nur guten Untergründen und wir nicht gerade sehr gut mit den Fahrrädern umgegangen sind, habe ich in Berlin 2 Tage später unten an dem Schutzblech meiner Kette den Ohrbügel gefunden, da er dank dem Magnet da dran klebte.

Die Ohrbügel sind ordentlich im Case aufbewahrt, was ich ebenfalls sehr cool finde. So hat man diese immer dabei. Wenn man das Case öffnet, dann befindet sich vorne übrigens auch noch eine richtige Taste. Hiermit koppelt man die Kopfhörer mit der Zepp App, zu der wir gleich kommen werden.

Material der Earbuds und Pulsmesser

Die Earbuds bestehen aus mattem Kunststoff und innen, also der zweite „Körper“ sozusagen wurde mit einem weichen Gummi überzogen.

Der zweite Körper ist beim rechten Kopfhörer unter anderem für den PPG-Pulsmesser vorhanden, denn dieser versteckt sich hier. Mit den Amazfit Powerbuds könnt ihr euren Puls messen lassen. Finde ich ein cooles Feature. Die Statistiken zu eurem Puls nach dem Sport zum Beispiel könnt ihr euch dann in der Zepp App anschauen.

Für alle die beim Joggen auf einen Fitness Tracker verzichten wollen0, könnte das auf jeden Fall interessant sein.

Musik pausiert automatisch

Aber nicht nur das können die Powerbuds. Wenn ihr einen Ohrhörer rausnehmt, dann pausiert automatisch die Musik. Steckt ihr den Earbud wieder rein, dann startet die Musik wieder genau ab der pausierten Stelle. Ich weiß, dass das nichts neues ist, aber nicht jeder True Wireless Kopfhörer von der Konkurrenz hat dieses Feature. Und das war ein Grund warum die jetzt meine neuen Lieblingsearbuds geworden sind.

Bedienung – Amazfit Powerbuds

Außerdem gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit die Kopfhörer direkt über das Gehäuse via Touchbedienung zu steuern.

Das Besondere ist aber, dass ihr das komplett nach euren Vorstellungen innerhalb der App anpassen könnt. Hier könnt ihr unter Gesteneinstellungen auswählen was nach zweimaligen oder dreimaligen Tippen am rechten oder linken Earbud passieren soll.

Ihr könnt zwischen Musik pausieren/wiedergeben, weiter, zurück, Thru-Modus ein/aus, Sprachassistent aktivieren und Abschalten euch entscheiden.

Lautstärke kann nicht über Earbuds geregelt werden

Negativ finde ich hingegen, dass wir über die Gesten die Lautstärke nicht verändern können. Das ist für manche ein Deal-Breaker. Amazfit hätte beispielsweise langes halten noch als Geste für die Lautstärkeeinstellung hinzufügen können bei den Touchgesten.

Thru-Modus

Ich habe euch gerade was von einem Thru-Modus erzählt. Wenn ihr diesen über die Kopfhörer aktiviert, dann hört ihr quasi was in der Umwelt passiert, auch wenn ihr die Kopfhörer drin habt. Und das sogar sehr gut. Fast schon zu gut. Man hört gewisse Frequenzen damit lauter als ohne die Kopfhörer.

An der Kasse schalte ich den Modus beispielsweise immer sehr gerne an, anstatt die Kopfhörer herauszunehmen.

Zepp App

Innerhalb der Zepp App könnt ihr noch vorhandene Updates installieren und noch mehr. Einen Musik-Equalizer findet ihr hier nämlich auch. Hier könnt ihr den Klang nach eurem Belieben anpassen. Und das geile ist, dass das nicht nur für lokal gespeicherte Musik gilt, sondern die Einstellungen werden auch bei Musik von Spotify und Co. übernommen.

Unter Trainingseinstellungen könnt ihr einen automatischen Bass Boost aktivieren, wenn ihr einen Sportmodus innerhalb der App aktiviert. Außerdem kann der Puls bei Aktivität geteilt werden.

Neben den Pulsdaten oder auch der Möglichkeit die Earbuds zurückzusetzen, könnt ihr hier auch sehen wie stark das Case und jeder Earbud aktuell aufgeladen ist.

Das ist neben der Lautstärkeregulierung für mich auch noch ein Nachteil. Da ihr für den Ladestatus in die App schauen müsst.

Interne Mikrofone

Mikrofone sind hingegen ebenfalls in den Earbuds verbaut und diese sind von guter Qualität. Bei gewissen Konkurrenzprodukten wurde sich öfters schon beschwert beim Telefonieren. Mit den Amazfit Powerbuds hatte keiner meiner Gesprächspartner großartig was zu meckern gehabt.

Klang – Amazfit Powerbuds

Den Klang finde ich zusammengefasst richtig gut. Ich bin sehr zufrieden, da ich bassbetonte Kopfhörer mag und hierüber der Bass gut rüberkommt. Schade ist aber auch, dass ihr kein aptX Codec unterstützt wird. Maximal AAC. Das wird einige abschrecken, aber ich finde den Sound auch trotz fehlendem aptX sehr gut. Dennoch hätte ich mir die Unterstützung gewünscht.

Die Höhen kommen klar rüber und sind für mich sehr angenehm. Die Mitten sind sehr gut und der Sound klingt dadurch kräftig.

Ihr könnt eure Musik auch schön laut mit den Powerbuds genießen.

Fazit

Klanglich bin ich sehr zufrieden und da man den Sound auch in der App noch anpassen kann bin ich persönlich glücklich. Den Tragekomfort empfinde ich wie erwähnt als sehr gut und die genannten Special Features haben mich auch überzeugt.

Von mir eine klare Kaufempfehlung.

Aber nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!

Amazfit Powerbuds

99,99 €
7.2

Akku

7.0/10

Tragekomfort

7.5/10

Bedienung

5.5/10

Features

8.0/10

Klang

8.0/10