Google Stadia ist besser als sein Ruf!

Google Stadia ist besser als sein Ruf!

25. November 2019 0 Von Kammi.Net

Nach den ersten 24 Stunden mit Google Stadia war mein Eindruck bereits sehr gut und das hat sich jetzt nach den ersten 5 Tagen nur bestätigt. Was genau in den ersten Tagen mit Stadia passiert ist, könnt ihr unter Was man über Stadia hört, ist Falsch nachlesen.

Google Stadia Founders Edition

Der Einladungscode für Google Stadia, erreichte mich einen Tag bevor das Paket der Founders Edition eingetroffen ist. Somit konnte ich bereits mit Maus und Tastatur Stadia im Chrome Browser testen. Meine Gedanken habe ich ich dazu im Beitrag “Was man über Stadia hört, ist Falsch” festgehalten.

In der Founders Edition bekommt man dann neben dem Limited Edition Controller auch noch einen Chromecast Ultra, damit man Stadia auch auf dem großen Bildschirm spielen kann.

Der Chromecast Ultra kommt dabei mit einer besonderen Firmware, die das Spielen auf Stadia überhaupt erst möglich macht. Existierende Chromecast Ultra bekommen wohl aber auch dieses Firmware Update, damit auch mit diesen demnächst spielen auf Stadia möglich ist.

Die Premiere Edition wird ab dieser Woche verschickt, so dass bald deutlich mehr Spieler auf Stadia unterwegs sein werden. Das wird dann auf jeden Fall noch einmal ein Härtetest für die Performance.

Voraussetzungen

In den meisten Media-Beiträgen liest man nur negatives Feedback zu Stadia. Es sei unzuverlässig, langsam und einfach unspielbar. Ich kann dieser Beobachtung aber nicht recht geben.

Natürlich benötigt man eine stabile Internetleitung. Wenn möglich sollte man auch immer auf eine kabelgebundene Verbindung setzen. Das von Stadia angegebene Minimum von 10 Mbit würde ich nicht empfehlen, sondern mindestens eine Leitung von 30 MBit. Zusätzlich sollten nicht gerade andere Programme oder Geräte diese Leitung belegen.

In meiner eigenen Erfahrung hat sich ein Backup-Programm auf dem PC als Problem herausgestellt für die Spielbarkeit. Gibt es keine anderen Anwendungen auf der Leitung lief alles sehr zuverlässig.

Hat man also die passenden Voraussetzungen, kann man ein sehr flüssiges und angenehmes Spielerlebnis erwarten.

Was ist Game Streaming?

Bei der klassischen Konsole oder dem Gaming PC läuft die gesamte Berechnung der Spiel bei euch lokal ab. Dass heißt für die Spiele stehen genau die Ressourcen eures Endgeräts zur Verfügung. Dann gibt es Hybridsysteme, die ein Teil der Rechenleistung in die Cloud legen. Der Hauptteil der Berechnungen findet aber immer noch lokal statt.

Systeme die auf Game-Streaming setzen, wollen nun die gesamte Berechnung der Grafik und der Algorithmen im Spiel komplett in die Cloud legen. Der Nutzer bekommt dann nur noch einen Videostream des Spiel an sein Endgerät gesendet. Die Interaktion der Nutzers muss also zum Server in die Cloud geschickt werden, dort erfolgt die Berechnung und dann muss das Ergebnis als Videostream an den Nutzer zurückgeschickt werden.

Google ist mit Stadia nicht das erste Unternehmen, dass dieses Verfahren probiert und auch aktuell gibt es einige Mitbewerber.

Der Vorteil solch einen Streaming-Dienstes ist, dass man keine leistungsstarke Hardware mehr benötigt und theoretisch auf jedem Gerät jedes beliebige Spiel spielen kann.

Mit Stadia kann man zum Beispiel auch direkt von einem Gerät zum Nächsten wechseln oder den aktuellen Stand des Spiels zu verlieren. Dieser Wechsel geht gerade zu unterbrechungsfrei.

Die Herausforderung dabei ist hauptsächlich die Latenz die entsteht, wenn das Signal einer Interaktion zum Server gesendet werden muss und dann das Ergebnis zurück an den Nutzer.

Im Gegensatz zum Streamen von Filmen und Videos kann hier kein Buffer genutzt werden.

Gameplay

Sobald man im Spiel ist, vergisst man auch schon das man dieses gerade über das Internet Stream. Genauso sollte es sein. Stadia sollte in den Hintergrund rücken und der Nutzer sollte sich einfach aufs Spielen konzentrieren können.

Ich habe Grid, eine Rennsimulation, und Destiny 2, ein Ego Shooter/ Rollenspiel, getesten. Beide Spiele waren absolut spielbar. Die Plattform Stadia hat hier definitiv keinen Einfluss auf das Spielergebnis gehabt, sondern das war eher die eigene Unfähigkeit.

Verbindung von Controller und Chromecast mit Problemen

Ein Problem ist dann aber doch aufgetaucht und zwar hat der Controller immer wieder die Verbindung zum Chromecast Ultra verloren. Dies passiert auch mitten im Spiel und da ein erneuter Verbindungsaufbau dann eine Zeit dauert, ist diese Runde damit auch verloren. Dieses Problem existierte allerdings nur bei der Verwendung der Controllers mit dem Chromecast Ultra.

Nutzt man den Controller an einem PC oder Pixel Smartphone gab es keine Probleme. Allerdings ist hier auch immer eine Kabelverbindung von Controller und Endgerät nötig. Auch Maus und Tastatur haben keine Probleme aufgeworfen.

Google Stadia ist auch heute schon absolut spielbar

Im Gegensatz zu anderen Medien würde ich Stadia auch heute schon als absolut spielbar bezeichnen. Natürlich muss man gewissen Voraussetzungen mitbringen, aber das ist nicht verwunderlich.

Um einfach nach der Arbeit, dem Studium oder der Schule abschalten zu können, ist Stadia sehr gut geeignet. Man muss sich keine Gedanken um die neueste Konsole machen, sondern man sucht sich einfach einen Bildschirm und stream Stadia dorthin.