Nuki Smart Lock 2.0 Test – Tür intelligent aufrüsten

Nuki Smart Lock 2.0 Test – Tür intelligent aufrüsten

25. November 2020 0 Von Charly Charles Check

Es war eine längere Testzeit nötig, da es für mich das erste smarte Schloss war und ich erst einmal die eine oder andere Frage mir selbst beantworten musste, bevor ich diese Review veröffentlichen konnte. Jetzt ist es aber soweit. 🙂

Wenn ihr euch für den Lieferumfang und der Montage plus Einrichtung interessiert, dann schaut mein vorheriges Video.

Ich werde euch heute übrigens meine Meinung zum Smart Lock 2.0 natürlich, der Bridge, dem Keypad und dem Fob mitteilen.

Beginnen wir mit dem Hauptteil, dem Smart Lock 2.0, denn der Rest sind Erweiterungen des Systems.

Nuki Smart Lock 2.0

Mit diesem elektronischen Türschloss kann fast jede Haustür smart nachgerüstet werden. Worauf man achten sollte wäre, dass der Zylinder von beiden Seiten gleichzeitig einen Schlüssel zulässt und dennoch von beiden Seiten das Tür auf- sowie abschließen möglich ist.

Solch einen Zylinder kann man ganz einfach nachrüsten. Gibt es auch bei Nuki im Online Shop zu kaufen. Falls ihr den erwähnten Zylinder nicht habt, dann funktioniert das Smart Lock dennoch, aber die Gefahr besteht, dass wenn das smarte Schloss mal komplett aussetzt ihr eben nicht mehr mit einem Schlüssel reinkommt. Denn ein Schlüssel wird nach der Installation dauerhaft im Schloss der Tür-Innenseite stecken.

Ich empfehle übrigens das Smart Lock an den Zylinder zu schrauben, anstatt zu kleben. Es gibt ja beide Möglichkeiten.

Damit ihr das intelligente Türschloss anschrauben könnt, muss der Zylinder jedoch ein paar mm rausgucken. Das habe ich zwar auch schon im ersten Video gesagt, aber hier für diejenigen die nur dieses Video hier sehen.

Im Grunde ist das Nuki Smart Lock übrigens ein Motor, der den dauerhaft gesteckten Schlüssel nach links oder rechts dreht. Aber das schon noch etwas intelligenter. Ihr könnt die Tür nämlich komplett aufsperren oder zusperren oder eben auch etwas weiter als aufsperren, damit die Falle ebenfalls noch zurückgezogen wird. Genau dadurch öffnet sich die Tür dann nämlich wie von Geisterhand. Das ist sehr praktisch, wenn ihr gerade mit beiden Händen voll den Hausflur hochkommt. Wie es in meinem Fall ist. Ich habe halt eine Wohnung mit Treppenflur, aber an eurer Tür vom Haus könnt ihr das Nuki Smart Lock natürlich auch nutzen.

Wie funktioniert das Ganze aber nun?

Ist alles montiert und eingerichtet, dann könnt ihr nun eure Tür mit dem Smartphone bzw. der Nuki App für Android sowie iOS öffnen oder auch mit dem folgenden Zubehör.

Nuki Smart Lock App

Erst einmal zur Nuki App. Hierüber seht ihr ständig den Status eurer Tür.

Wollt ihr auch sehen, ob eure Tür richtig offen bzw. nur angelehnt ist oder eben zu ist, dann müsst ihr den im Lieferumfang beiliegenden Magneten am Türrahmen anbringen. Das habe ich gemacht und ich bin mit der Umsetzung auch zufrieden. Auch wenn der Sensor noch in der Beta-Phase ist. Wenn übrigens mal was nicht so richtig funktionieren sollte, dann könnt ihr mit Hilfe der App den Türsensor oder auch das gesamte Smart Lock immer mal wieder neu kalibrieren.

Das hatte bei mir mal das eine oder andere Problemchen wieder schnell gelöst.

Wahl der richtigen Batterien…

Was auch noch ein sehr guter Problemlöser ist, ist die Wahl der richtigen Batterien. Ich habe beispielsweise die billigsten Batterien meines Discounters hineingetan und nach weniger Zeit hat das Smart Lock zwar die Tür aufsperren können, aber die Kraft für das Öffnen der Falle war einfach nicht mehr da. Ich muss zugeben, dass ich wirklich länger für die Fehlersuche gebraucht habe als man denken könnte.

Ich habe wieder neue Batterien meines Discounters eingesetzt. Die letzte Kraft zum Öffnen konnte der Motor wieder nicht aufbringen.

Dann habe ich ein neues Update bekommen und dieses installiert. Übrigens dafür einen großen Daumen hoch. Ihr bekommt immer mal wieder ein Update und das signalisiert mir, dass Nuki stetig an ihren Produkten weiterarbeitet und die immer weiter verbessern möchte.

Jedenfalls wurde auch nach dem neuen Kalibrieren die Falle erst gezogen, als ich den Befehl ein zweites Mal gegeben habe. Irgendwann habe ich noch einmal die Batterien ausgewechselt, weil es ja mit den im Lieferumfang liegenden Batterien problemlos funktioniert hatte.

Diesmal hatte ich aber Markenbatterien und dann hat auf einmal wieder alles problemlos funktioniert. Mittlerweile nutze ich die günstigen Amazon Basic Batterien und auch damit hat der Motor wieder ausreichend kraft.

Allgemein hat das Smart Lock 2.0 übrigens richtig kraft. Selbst wenn euer Schloss nicht einfach zu schließen geht, müsste das Nuki Schloss die Tür aufbekommen. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist daher der Schließvorgang nicht gerade leise. Man hört den Motor deutlich. Was ich aber auch nicht schlecht finde. So höre ich wenigstens in der ganzen Wohnung, ob gleich meine Freundin oder so hineinkommt.

Nachtmodus

Einzig bei unseren aktivierten Nachtmodus erschreckt man sich manchmal ganz leicht, wenn um 23 Uhr das Nuki Smart Lock die Tür automatisch zusperrt.

Den Nachtmodus könnt ihr übrigens auch innerhalb der App programmieren. Ist ein sehr cooles Feature finde ich.

Nuki Smart Lock Akku

Aber noch eine ganz wichtige Info. Ich habe eben ja von den Batterien gesprochen. Nuki hat das jetzt schlau gelöst. Denn ab Dezember 2020 könnt ihr das Nuki Power Pack für 49 Euro bestellen.

Dann gibt es endlich ein via USB-C Anschluss wiederaufladbares Akkupack mit einer angeblichen Akkulaufzeit von 12 Monaten. Das Zubehör werde ich mir auf jeden Fall zu Weihnachten wünschen. 😊

Ich denke, dass dann auch die Batteriestandanzeige besser funktioniert. Mit herkömmlichen Batterien werden einem auch die Infos angezeigt, aber die Prozentanzeige stimmt denke ich nicht so richtig.

Das Nuki Power Pack kann beim Smart Lock 1.0 und auch 2.0 nachgerüstet werden.

Nuki Smart Lock App (Teil 2)

Zurück aber zur App. Diese informiert euch, ob die Tür auf- oder zugesperrt ist. Mit einem Tipp auf die Tür, könnt ihr die Tür öffnen, also auch die Falle wird dann gezogen, oder zusperren bzw. mit einem weiteren Tipp könnt ihr die Tür aufsperren oder auch Lock `n` go auswählen.

Lock’n’go nutze ich eigentlich jedes Mal, wenn ich alleine Zuhause bin und die Wohnung verlassen möchte. Tippe ich den Befehl einmal an, dann wird die Tür komplett aufgesperrt und die Falle wird ebenfalls geöffnet. Nun ist also die Tür richtig offen und ich kann rausgehen. Hinter mir mache ich die Tür dann zu und nun wird automatisch die Tür auch zugesperrt.

Ihr habt richtig viele individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Eventuell denke ich an das eine oder andere nicht, deswegen möchte ich das hier gleich schon betonen. Ihr könnt innerhalb der App entscheiden nach wie vielen Sekunden die Tür zugesperrt werden soll, nachdem ihr diese hinter euch zugezogen habt. Ihr könnt entscheiden, wie oft der Schlüssel gedreht werden soll, also ob einmal oder zweimal abschließen, und so weiter. 

Mit der App könnt ihr natürlich auch die regelmäßigen Updates auf euer Smart Lock 2.0 installieren. Mittlerweile geht das auch über Nachts automatisch, wenn ihr wollt.

Auto Unlock

Was auch ganz interessant ist, ist die Smart Actions (Auto Unlock) Funktion

Wenn ihr dieses Feature aktiviert, dann geht die Tür auf, sofern ihr euch mit eurem Smartphone in Bluetooth Reichweite befindet. Im guten Fall gehe ich also die Treppe hoch und ungefähr 10 Treppenstufen vor der Tür höre ich schon wie der Motor den Schlüssel mehrfach umdreht und die Falle zieht.

Das funktioniert auch in 80 bis 90% der Fälle. Aber zur Verteidigung von Nuki… ich wechsle oft mein Smartphone, weil ich ja die verschiedensten in meinem Alltag teste und ich habe das Gefühl, dass es auch etwas an dem Smartphone liegt, ob es klappt oder nicht.

Außerdem müsst ihr den Geofence-Bereich verlassen haben, damit der Auto Unlock aktiviert wird.

Den Bereich könnt ihr von 50m bis 1000m individuell anpassen.

Wenn ihr den Bereich verlasst, dann kann auch automatisch die Tür geschlossen werden.

Benutzer hinzufügen…

Unter Benutzer verwalten könnt ihr Benutzer hinzufügen oder eben auch Personen löschen. Ich habe zum Beispiel mein Note 20 Testgerät noch gar nicht gelöscht, obwohl ich es gar nicht mehr habe. Mache ich jetzt mal eben…

Ihr könnt aber eben auch eure Putzmänner oder Frauen somit Zugang zur Wohnung gewähren, wenn ihr nicht da seid, euren Kindern, eurem Paketboten etc. Endlich vorbei mit Schlüssel nachmachen und Schlüssel weitergeben. So ist das auch viel sicherer, weil ihr die Benutzer einfach wieder löschen könnt und dann ist der Zugang weg. Ihr müsst nicht darauf hoffe, dass die Person euch dann auch wirklich den Schlüssel wiedergibt.

Der Zugang kann auch zeitlich begrenzt werden.

Wenn ihr aber keine Person einladen wollt, sondern aus der Ferne die Tür mit der App öffnen möchtet, dann benötigt ihr die Nuki Bridge. Die steckt ihr in die Nähe von eurem Smart Lock in eine Steckdose, koppelt beide Geräte und verbindet die Bridge mit eurem WLAN-Router bzw. eben mit dem Internet.  

Und schon habt ihr auch aus der Ferne Zugang zu eurer Tür und seht live, ob die Tür gerade offen oder zu ist. Wenn ihr zum Beispiel im Urlaub seid und euch einfällt, dass ihr niemandem Bescheid gegeben habt, dass die Blumen gegossen werden müssen.

Steht der Nachbar vor der Tür, dann könnt ihr einfach von Mallorca aus die Tür öffnen und die Person kann rein. Oder ihr ladet sie eben ein, wie vorher erzählt.

Oder ihr nutzt das extra zu erwerbende Zubehör. Beispielsweise den FOB.

Nuki FOB

Der Nuki FOB ist ein kleiner, dünner und leichter Schlüsselanhänger mit integriertem Bluetooth Modul. Wenn zum Beispiel euer Kind noch kein Smartphone haben soll und ihr auch Angst habt, dass das Kind den Haustürschlüssel vielleicht verlieren könnte, dann gebt ihm oder ihr einfach diesen Bluetooth Schlüsselanhänger und schon hat die Person Zugang zur Wohnung. In Reichweite zum Smart Lock 2.0 einmal den Button drücken und schon geht die Tür auf.

Das coole ist, dass der FOB einfach in der App gelöscht werden kann, wenn dieser verloren wird. Also ihr braucht dann nicht direkt das Schloss austauschen, wie man das noch ohne Smart Lock manchmal gemacht hat.

Außerdem hält die Batterie hier länger als ein normales Smartphone. Das heißt hiermit müsst ihr euch keine Gedanken um den Smartphone Akku machen, welcher vielleicht alle sein könnte, wenn ihr nach Hause kommt.

Ansonsten könnt ihr eure Tür aber auch noch durch das Nuki Keypad öffnen.

Nuki Keypad

Mit dem Keypad, den ihr außerhalb anbringt, könnt ihr mit Hilfe eines von euch festgelegten sechsstelligen Zahlencodes Zutritt zur Wohnung haben. Mit der Zurück-Taste könnt ihr das Türschloss automatisch zuschließen lassen.

Sehr interessant für Airbnb Vermietungen. In der Kombination mit der Nuki Bridge kann auch von unterwegs der Code geändert werden oder der Zugang zeitlich beschränkt werden.

Ekey uno Fingerprint

Seit kurzem ganz neu gibt es nun auch noch eine weitere Erweiterung. Nuki arbeitet mit ekey zusammen und bietet den ekey uno Fingerprint an. Hiermit könnt ihr dann eure Tür mit Hilfe eures Fingerabdrucks aufsperren lassen.

So ein Fingerabdruck ist vom Sicherheitslevel auch ziemlich hoch und ist für mich eine sinnvolle Erweiterung zum Smart Lock von Nuki.

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass ihr die Tür auch mit eurer Apple Watch, Wear OS oder Garmin Smartwatch öffnen könnt.

Fazit – Nuki Smart Lock 2.0

Ich hatte euch recht viel zu erzählen, aber ich glaube, dass ihr dadurch die Idee hinter so einem Smart Lock besser versteht und vielleicht auch für euch die Vorteile überwiegen.

Anfangs hatte ich noch Sicherheitsbedenken, aber mittlerweile finde ich das Smart Lock von Nuki sicherer und einfacher als das altmodische auf- und zuschließen mit einem Schlüssel. Das beste Beispiel ist, wenn einmal der FOB, die Smartwatch, das Smartphone oder so verloren geht, dann muss man das Gerät einfach nur in der App sperren und nicht gleich sicherheitshalber ein neues Schloss mit neuen Schlüsseln in die Tür montieren.

Außerdem habe ich positive Erfahrungen mit dem Support von Nuki gemacht. Bezogen aber auf das Nuki Opener Produkt. Die Damen und Herren vom Support haben mir immer recht schnell per E-Mail geantwortet.

Das Nuki Smart Lock gibt es in der Standard-Variante in Schwarz-Silber und jetzt neu auch in der limitierten Auflage in Weiß. Das sieht bei weißen Türen dann natürlich am besten aus meiner Meinung nach.

Mein Kollege Marco hat ebenfalls vor geraumer Zeit ein Testfazit veröffentlicht. Das findet ihr direkt hier.

Und falls ihr wie wir hier eine Wohnung habt und euch jetzt fragt: Häh…oben komme ich also ohne Schlüssel rein..schön und gut…aber wie komme ich dann unten durch die Haustür ohne Schlüssel?

Die Antwort lautet Nuki Opener und das Testfazit zu diesem Produkt erscheint bald.