Bluetooth Lautsprecher mit DAB+ Radio im Test: Pure StreamR

Bluetooth Lautsprecher mit DAB+ Radio im Test: Pure StreamR

21. Januar 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neuen Lieblingsblogbeitrag ! Heute geht es um den StreamR von Pure. Die Funktionen klingen klasse auf dem Papier. Ein akkubetriebener Lautsprecher mit UKW-, DAB+- und Alexa-Integration. Ob dieser Bluetooth-Speaker wirklich so klasse ist, erfahrt ihr hier im majaly-tech Blog!

Die Vorgeschichte von Pure

Pure ist ein weltweit agierendes Unternehmen für Digitalradios. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, das eher eingestaubte Radio neu zu erfinden und auf die Karte für Unterhaltungselektronik wieder ganz nach oben zu schreiben.

Lieferumfang – Pure StreamR

Neben dem StreamR selbst, befindet sich noch ein micro-USB-Kabel sowie mehrere Schnellstartanleitungen auf verschiedenen Sprachen im Lieferumfang. Zusätzlich wurde noch ein quadratisches Kärtchen mit beigelegt für das schnelle Erfassen der Bedienbarkeit des recht kompakten Bluetooth Lautsprechers. Damit kommen wir jetzt auch gleich zu der Optik, Maße und Verarbeitung des Speakers mit 360 Grad Soundwiedergabe.

Version: Stone Grey

Design und Verarbeitung

Ihr könnt das DAB+-Radio mit Alexa-Integration in der Farbe „Stone Grey“ (Grau) oder „Charcoal“ (Schwarz) erwerben.

Die Charcoal Version / Quelle: Pure

Geöffnet hat das Gerät eine Maße von 10,5 cm in der Höhe, 10,5 cm in der Breite und 10,5 cm in der Tiefe. Geschlossen ist er nur 8 cm hoch. Wie ihr auf den Bildern aber denke ich gut erkennen könnt, sind die Kanten abgerundet. Ihr habt also keinen viereckigen Klotz vor euch stehen, sondern ein modern aussehendes Stück Technik.

Ich hatte zwar die graue Variante im Test, aber persönlich finde ich die schwarze Version edler. Das gesamte Gehäuse besteht aus Kunststoff und das „Kerlchen“ ist mit seinen 733g schwerer als man beim ersten Eindruck denkt. Der untere Teil wurde gummiert für einen besseren und rutschfesteren Halt auf allen möglichen Oberflächen. Spritzwassergeschützt ist der StreamR leider nicht. Daher sollte sicherheitshalber der mobile Lautsprecher nur in trockenen Umgebungen verwendet werden.

Ansonsten ist der Alexa-Bluetooth Lautsprecher von Pure sehr gut verarbeitet. Einzig das Klinkenkabel für den Radioempfang ringsherum lässt etwas vermuten, dass in diesem Gerät nicht nur die neuste Technik verbaut wurde. Da in Deutschland viele jedoch ihr Radioprogramm noch via UKW empfangen, ist der Hersteller meiner Meinung nach den richtigen Weg gegangen und bietet diese Empfangsart, neben der digitalen mit DAB+, ebenfalls an.

Anschlüsse, Bedienelemente und Besonderheiten

Beginnen wir direkt mit dem angesprochenen Klinkekabel. Dieses ist zweimal um das Gehäuse gewickelt und dient zum einen als 3,5 mm AUX-Kabel sowie als Antenne für den FM Radioempfang.

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Im geschlossenen Zustand sieht man vorne das PURE Logo und hinten den Bluetooth-Kopplungs-Button, den automatischen Sender-Suchlauf-Knopf sowie den micro-USB Anschluss zum Aufladen des Geräts.

Steht der StreamR auf dem Kopf, dann wird der 3/4-Zoll-Tweeter entdeckt. Zusätzlich wurde ein 2-Zoll-Woofer und ein 30W RMS Audiosystem verbaut. Der Ton wird hauptsächlich von oben ausgestrahlt.

Genau hier sind auch die restlichen Bedienelemente sowie 4 bunte LEDs ringsherum angebracht für verschiedene Signalisierungen, wie Akkustand beim Aufladen und Status des Bluetooth Lautsprechers.

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Aktiviert man nun den StreamR, indem oben auf den Lautsprecherausgang gedrückt wird, kommt ein 1,7 Zoll kleines monochromes LCD Display zum Vorschein.

Zum Ausschalten des Speakers muss der obere Teil wieder heruntergedrückt werden. Daran muss man sich auch erst einmal gewöhnen, aber das geht recht schnell. Woran ich mich jedoch nicht so schnell gewöhnen kann ist, dass nach dem Eindrücken und Einrasten der obere Teil nicht komplett gerade einrastet. Rechts guckt ein bisschen mehr raus als links. Wenn man den Preis betrachtet, sollte so etwas nicht passieren.

Bedienung – Pure StreamR

Auf der Oberseite ist ein Näherungssensor verbaut, dieser erkennt die Bewegung, wenn sich eure Hand der Oberfläche nähert. Der LED Ring fängt dann an zu leuchten.

Ihr habt insgesamt 5 Touchbuttons zur Auswahl. In der Mitte befindet sich die Multifunktionstaste. Diese ist für Play/Pause, Stummschaltung und Alexa zuständig. Denn leider hört der StreamR nicht auf unsere Stimme zum Aufwecken von Alexa, sondern wir müssen in der Nähe des Geräts sein und den Touchbutton in der Mitte 3 Sekunden gedrückt halten.

Pure hat den StreamR jedoch hauptsächlich als Bluetooth Lautsprecher gebaut und sieht „Alexa“ nur als Zusatzfunktion für alle die unterwegs auf ihre Sprachassistentin nicht verzichten können.

Rechts und links befindet sich der Plus- und Minustouchbutton. Mit diesen könnt ihr die Lautstärke variieren. Die drei abgedruckten Striche oben öffnet die jeweilige Trackliste. Mit „Plus“ springt man ein Track weiter vor und mit „Minus“ ein Track zurück.

Die Taste unten lässt uns durch die Quellen springen. Hier besteht dann eine Auswahl zwischen DAB+, Bluetooth, FM und AUX-Verbindung. Der LED Ring leuchtet je nach Quelle in einer anderen Farbe.

Außerdem gibt es an jeder Ecke noch einen „unsichtbaren“ Preset-Touchbutton. Nach Adam Riese macht das also 4 DAB+ oder UKW Sender die wir einprogrammieren können.

Mit der Tastenkombination „Plus-Zeichen“ und „Minus-Zeichen“ wird im Display der Batteriestand angezeigt.

In meiner mehrwöchigen Testphase sind mir Vorteile und aber auch Nachteile aufgefallen, die ich euch jetzt verraten möchte. Angefangen mit den positiven Punkten.

Positiv am Pure StreamR

Ein großen Pluspunkt hat der StreamR von mir bekommen, weil er klanglich besser ist als man es erwartet hätte. Eine Party kann man mit dem „Kleinen“ zwar nicht beschallen, aber das hätte ich auch nicht erwartet. Die höchste Lautstärke liegt bei 32, angegeben durch das Schwarzweiß-Display. Pure hätte die Kiste vielleicht noch etwas lauter programmieren können, dann würde der StreamR jedoch bestimmt nicht mehr so gut klingen.

Der verbaute Treiber im Zusammenhang mit dem Woofer leistet gute Arbeit. Die Mitten und Höhen gefallen mir sehr gut und selbst ein bisschen Bass ist da, aber nur sehr sanft.

So sieht der „Kleine“ von innen aus. / Quelle: Pure

Durch den nach oben strahlenden Lautsprecher sowie die kompakte Bauweise findet der StreamR überall seinen Platz und ringsherum ist der Ton gut zu hören. Ein raumfüllender Klang entsteht trotz des 360 Grad Marketings nicht wirklich. Dennoch bin ich, wie erwähnt, positiv angetan vom Hörgenuss.

Positiv ist zusätzlich noch, dass mit dem StreamR so gut wie alles an Musik bzw. an Musikplattformen gehört werden können. Entweder man verbindet sein Endgerät mit dem StreamR via Bluetooth oder 3,5mm Klinkenanschluss oder man schmeißt sein Smartphone weg und hört einfach digitales Radio via DAB+ bzw. klassisches FM Radio via UKW. Es ist toll, wenn ein Bluetooth Lautsprecher auch autark genutzt werden kann.

Die Alexa Integration ist an sich auch nicht schlecht und funktioniert gut. Man kann sie alles fragen und kann dadurch relativ einfach an die aktuellen Nachrichten, das Wetter und so weiter kommen.

Mit einer Akkuladung kann der 2.500 mAh große Akku bis zu 15 Stunden Laufzeit schaffen. Das hängt natürlich wieder sehr stark von der Lautstärke ab. Die 6 Stunden Ladezeit finde ich hingegen nicht so gut und damit leite ich jetzt die negativen Punkte ein.

Negativ am Pure StreamR

Leider ist es beim StreamR ebenfalls so wie bei manch anderen Herstellern von Lautsprechern die eine Alexa-Integration haben, dass Spotify mit dem Gerät nicht möglich ist. Sehr schade. Persönlich höre ich relativ viel über Spotify mit meiner Alexa Assistentin, daher ist das für mich ein negativer Punkt am StreamR. Amazon Music stellt jedoch kein Problem dar.

Apropos Alexa. Um die Sprachassistentin nutzen zu können muss die Pure Home App auf dem Smartphone geladen sein und der StreamR verbunden worden sein. Und das ist noch nicht alles. Alexa kann leider nicht via Sprachbefehl aktiviert werden. Bis man den Finger auf die Multifunktionstaste gedrückt hat, hat man selbst gegoogelt oder auch selbst die Musikapp, Wetterapp oder was auch immer geöffnet.

Laut Pure soll dieses Feature zwar nur ein Zusatz sein, aber ich bin kein großer Freund von halben Sachen. Für unterwegs ist das jedoch eine gute Idee. Zuhause hätte Pure jedoch vielleicht trotzdem auf eine Alexa Anbindung via WLAN setzen sollen.

Leider ist hier auch nur ein Bluetooth 4.2 (Low Energy) Modul verbaut ohne aptX Codec. Bei dem Preis hätte ich Bluetooth 5.0 und auch einen USB-C Anschluss, anstatt micro-USB, erwartet. Und damit kommen wir zu einem weiteren nicht ganz so positiven Punkt. Der Preis. Mit einem Preis von 185-199 Euro gehört der kleine Pure StreamR nicht gerade zu den günstigeren Bluetooth Lautsprechern.

Pure Home App

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Die App ist für mich mittelmäßig, daher bekommt sie ihren eigenen Bereich hier in der Review. Denn ihr braucht die App nicht wirklich. Mit der Pure Home Anwendung könnt ihr eigentlich nur euer StreamR updaten und eben Alexa nutzen. Daher ist Pure Home wichtig, aber wirklich öffnen werdet ihr sie wahrscheinlich nur, wie ich, einmal bei der Einrichtung.

Ein weiteres Feature gibt es aber noch. Zusammen mit ACRCloud stellt Pure Home euch eine Musikerkennungssoftware zur Verfügung. Hört ihr mal einen Song und wisst nicht von wem dieser ist oder wie dieser heißt, dann kann diese Funktion euch den Interpreten sowie den Namen des Titels verraten.

Nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!