Redmi K30 im Test (aka Mi 10T / Poco F2 / Poco X2)

Redmi K30 im Test (aka Mi 10T / Poco F2 / Poco X2)

21. Januar 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neuen Lieblingsblogbeitrag! Ich habe das Redmi K30 nun seit ca. 3 Wochen und möchte euch jetzt meine Meinung verraten sowie natürlich auch für die die das Smartphone noch nicht kennen vereinzelt ein paar technische Fakten und Benchmarks raushauen.

Ich habe hier die China Version in der Hand und wenn das Redmi K30 in einer Global Variante rauskommen wird, dann wird es höchstwahrscheinlich Xiaomi Mi 10T (bzw. jetzt gibt es das Gerücht, dass es auch Pocphone F2 oder Pocophone X2 heißen könnte) heißen. Von daher ist diese Review auch für diejenigen spannend, die sich für den Nachfolger des beliebten Xiaomi Mi 9T interessieren.

Alles was das Äußerliche und die Bedienelemente sowie den Verpackungsinhalt angeht habe ich schon im ersten Video zum Redmi K30 genau erläutert. Falls euch das also auch interessiert und ihr das Video noch nicht gesehen habt, dann klickt gerne hier auf das Video:

Daher gehe ich jetzt in dieser Review mehr auf die inneren Werte des Smartphones ein.

Die inneren Werte des Redmi K30

Ich hatte in den letzten 3 Wochen nur ein Update und das Redmi K30 ist nun auf dem Stand von Android 10 mit MIUI 11.0.9 Stable, nicht Global natürlich, und hat den Android Sicherheitspatch von Dezember 2019.

Es gibt übrigens eine 5G und eine 4G Variante, wie ich hier im Test habe. Beide Varianten sind aber nichts für unseren Smartphone Markt, da beide kein LTE Band 20 vorweisen können. Und genau dieses Band wird oft in Deutschland für mobile Daten genutzt.

5G vs. 4G

Der größte Unterschied zwischen der 5G und 4G Version ist der Prozessor. Beim 4G Smartphone ist der Snapdragon 730 verbaut und bei der 5G Variante der neue Snapdragon 765G. Welches von den beiden das eventuell bald kommende Xiaomi Mi 10T mit LTE Band 20 bei uns wird bin ich mir persönlich noch nicht sicher.

Außerdem wird das Xiaomi Mi 10T dann natürlich auch auf Deutsch sein. Diese Version direkt aus China hat nur die Sprachen Chinesisch und Englisch zur Auswahl.

Preise des Redmi K30

Damit ihr euch auch schon so ungefähr preislich vorstellen könnt wie viel das Mi10T kosten wird, nenne ich euch jetzt den Preis vom Redmi K30. Ich habe hier die Variante mit 8GB RAM, 128GB internen Speicher und natürlich auch dem 120Hz Display. Dieses Gerät kostet aktuell 297 € auf beispielsweise tradingshenzhen.com.

Für 337 Euro kriegt ihr dann ein 256 GB großen internen Speicher. Über die Preise kann man nicht meckern, finde ich. Ich hoffe, dass es beim Mi 10T nicht groß anders aussehen wird.

Die Besonderheiten (Display + Kamera)

Ich gehe jetzt am besten gleich auf die Besonderheiten des Redmi K30 ein. Zum einen das 120 Hz Display, welches leider ein IPS Panel ist und auf den neuen Sony IMX686 Kamerasensor mit 64MP.

Das 6,67 Zoll große Full HD LCD-Display im 20:9 Format hat, wie erwähnt, eine Bildwiederholungsrate von 120Hz und lässt sich aber auch auf 60Hz akkuschonend einstellen. Der Zwischenschritt 90 Hz fehlt in den Einstellungen.

Ich merke hier bei diesem Smartphone auf jeden Fall endlich mal ein Unterschied zwischen den Hz-Zahlen. Ok, vorher hatte ich auch nur 90 Hz Smartphones im Test. 120Hz sehen beim Scrollen auf jeden Fall flüssiger aus als 60 Hz beim Redmi K30. Leider kann ich euch das nicht zeigen, da ich mit 60 FPS meine Videos aufnehme.

Ich habe jetzt schon oft das Wort IPS-Panel erwähnt und da sind wahrscheinlich auch ein paar Zuschauer zusammengezuckt. 😊 Das Redmi K20 hatte noch ein AMOLED Display und daher kann man das jetzt schon als einen Rückschritt bezeichnen. Aber beim Vorgänger waren eben nur 60 Hz möglich.

Neben den besseren Farbwerten bei AMOLED ist beim IPS Panel noch der Nachteil, dass bei weißem Hintergrund an den Rändern dunkle Schatten erkennbar sind. Das ist hier eben auch der Fall. Am Punch-Hole Kamerasystem ist dies sichtbar und auch leicht am Rand rundherum des Displays.

Ein Tipp wäre der Darkmode, dann fallen diese Schatten so gut wie gar nicht auf.

Bis auf die genannten Punkte ist das LCD Display in Full HD aber top. Hell, scharf, ich bin mit den schwarzwerten ebenfalls zufrieden, trotz IPS. Farben sind ebenfalls gut und gar nicht mehr ein so krasser Unterschied zu AMOLED meiner Meinung nach. In den MIUI Einstellungen kann man aber natürlich auch noch die Farbtemperatur individuell anpassen.

Das Display ist mir Gorilla Glas 5 geschützt.

Als nächste Besonderheit, neben dem Klinke-Kopfhöreranschluss unten, ist der neue Sony Sensor innerhalb der Quadkamera auf der Rückseite.

Das Kamerasystem des Redmi K30

Ihr habt innerhalb der Kamera App einen nomalen Photomodus mit AI, HDR und auch Makro-Modus. Wischt man nach links landet man beim 64MP sowie eins weiter beim Portrait Modus.

Zwischen 64MP und einem automatisch geschossenen Bild mit 16MP gibt es beim Hereinzoomen schon sichtbare Unterschiede. Hier erkennt man ein paar mehr Strukturen der beiden Gesichter zum Beispiel. Außerdem kommt man viel näher heran. Aber ob das jemandem im Alltag einen Mehrwert bietet ist fraglich. Will man die Fotos ausdrucken, dann bestimmt, aber ansonsten nur, falls man gerne in die Bilder hineinzoomt.

Ein 2-fachen Zoom sowie ein Weitwinkel gibt es natürlich auch beim Redmi K30. Es ist jedoch kein Telefoto Linse verbaut. Dennoch können sich die 2-fach digital herangezoomten Fotos auch sehen lassen. Das liegt höchstwahrscheinlich an den 64MP des Hauptsensors.

Jetzt wird es aber glaube doch mal Zeit für ein paar technische Daten fürs Verständnis. Die Hauptlinse ist die eben erwähnte Sony IMX686 mit einer etwas weniger Lichtstarken Blende im Vergleich zur Vorgänger-Linse von f/1.89. Der 120 Grad Ultraweitwinkel bietet 8 MP mit einer f/2.2 er Blende. Das ist noch nicht alles, da wir ja hinten bekanntlich 4 Linsen haben. Nämlich noch eine 2MP Makrokamera mit f/2.4er Blende und eine ebenfalls 2MP Tiefenschärfen-Linse mit auch f/2.4er Blende.

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Testfazit der Kameras

Insgesamt leistet der neue Sony Sensor keine schlechte Arbeit. Vor allem bei Tageslicht fallen die scharfen Konturen und guten Details auf. Die Farben kommen ebenfalls angenehm kräftig rüber und sind dennoch nicht übertrieben.

Wenn man Menschen fotografiert kommt die Gesichtsfarbe natürlicher rüber als bei manch anderen Xiaomi Smartphones, die gerne mal etwas zu rotstichig waren.

Gegen Abend mit weniger Licht macht der 64MP Modus die schärferen Aufnahmen, die durchaus überzeugen können. Farblich kann es je nach Situation aber durchaus krasse Unterschiede geben, da der 64MP Modus kein AI aktivieren lässt.

Die Farben sollte man jedoch am besten sowieso im Hinterkopf behalten, da jeder Sensor die Farben etwas anders wiedergibt. Der Ultraweitwinkelsensor neigt eher zu kälteren Farben und der 64MP Sony Sensor zu wärmeren.

Der Nachtmodus erhöht die Details sowie Konturen im Bild. Dieser ist aber nicht viel schlechter und auch nicht viel besser als bei den vorherigen Xiaomi Smartphones.

Die Ultraweitwinkelaufnahmen sind gerade noch zufriedenstellend, aber das habe ich auch schon besser gesehen. Von kleinen farblichen Fehlern bis zu verwaschenen Rändern ist hier alles mal dabei.

Mit den Makroaufnahmen war ich hingegen zufrieden. Die können sich sehen lassen.

Die Punchhole-Kamera macht gute Selfies, aber jetzt auch keine überragenden, wie man vielleicht vermutet, wenn man sieht, dass vorne zwei Linsen verbaut sind.

Die Dual-Cam vorne im Punchhole-Design enthält eine 20MP Linse mit f/2.2er Blende und eine 2MP Linse mit f/2.4er Blende für die Tiefenunschärfe der Selfies.

Es gibt übrigens wieder mal die Möglichkeit sich die GCam zu installieren. Bei meiner Version sollte man jedoch darauf achten, dass man den HDR Modus ausschaltet, da ansonsten sehr gräuliche Aufnahmen dabei rauskommen.

Eine optische Bildstabilisierung hätte der Kamera vom Redmi K30 gutgetan.

Zusammenfassend gehört dieses Kamerasystem aber zu dem besten in Mittelklassesegment bzw. im Smartphone-Bereich unter 300 Euro.

Lautsprecher

Verbaut ist nur ein Mono-Lautsprecher, welcher aber Xiaomi typisch laut einstellbar ist und angenehm klingt für einen Mono-Lautsprecher.

MIUI Oberfläche

Vorhin hatte ich ja schon die vorinstallierte MIUI Oberfläche erwähnt. Das Auffällige und Schöne bei der Version ist jedoch, dass endlich ab Werk und offiziell in den Einstellungen die Möglichkeit besteht den AppDrawer zu aktivieren.

Bei dieser China Version ist nur Widevine Level L3 am Start. Ich denke aber, dass L1 wieder bei der Global Version bereitstehen wird.

Performance des Redmi K30

Die Performance würde ich in der oberen Mittelklasse einordnen und reicht für so gut wie alles ruckelfrei aus. Videos schneiden und sehr hardwarehungrige Spiele zocken sind natürlich eher nicht für dieses Smartphone gedacht. Wobei ich jetzt auch kein Game gezockt habe, welches nicht spielbar war auf dem Redmi K30. Anders sieht es aber bei Videobearbeitung aus.

Der Antutu Benchmark hat eine Gesamtpunktzahl von 281.457 ausgespuckt und der Geekbench 5 teilte mir 548 Punkte im Single-Core mit sowie 1.794 Punkte im Multi-Core Test.

Akku

Der Akku ist mit einer Größe von 4.500 mAh nicht schlecht, aber das muss er auch sein, wegen des 120 Hz Displays. Der PC Mark Akku Test zeigte mir eine durchschnittliche Batterielaufzeit von 11 Stunden und 6 Minuten. In einem vorherigen Test mit aktivierte 120 Hz hat mir die Anwendung durchschnittliche 9 Stunden angezeigt. Über ein Tag werdet ihr jedoch kommen. 2 ganze Tage wird aber eher schwer bis unmöglich.

Kabelloses Laden ist leider nicht möglich. Das hätte das Redmi K30 für mich noch einmal stark aufgewertet. Voll aufgeladen wird das Smartphone am Kabel in ca. 1 Stunde und 20 Minuten.

Fazit – Redmi K30

NFC ist mit an Bord und der Fingerabdruckscanner ist wie im letzten Video erwähnt rechts im Powerknopf integriert. Der Scanner funktioniert schnell und genau. Aber gefühlt ist das auch ein Rückschritt zum Fingerabdruckscanner unter dem Display beim Vorgänger. Natürlich hat dieser hier auch seine Vorteile zu der neueren Technologie unter dem Display.

Aber insgesamt wirkt das Redmi K30 eben nicht wie ein Nachfolger vom Redmi K20 bzw. vom Xiaomi Mi 9T. Auch vom Prozessor her gibt es bei der 4G Variante keine Verbesserung. Dennoch ist das aber kein schlechtes Smartphone und wenn es nach Europa kommt, dann wird es auch bestimmt seine Käufer finden.

Was meint ihr zu diesem Smartphone? Und an alle die das Xiaomi Mi 9T haben, würdet ihr euch das eventuelle K30 als Nachfolger kaufen?

Nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!