Redmi K30 Pro Zoom Test – Das bessere Poco F2 Pro?!

Redmi K30 Pro Zoom Test – Das bessere Poco F2 Pro?!

20. Mai 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neuen LieblingsblogbeitragAm 12.05.2020 wurde endlich das Poco F2 Pro vorgestellt, um genau zu sein die globale Variante vom Redmi K30 Pro Zoom. Aber nicht ganz den ich habe die Zoom Version (Poco F2 Pro = Redmi K30 Pro) und die Kamera ist hier minimal anders, der Rest ist jedoch komplett gleich. Außer, dass beim Poco F2 Pro natürlich der Poco Launcher 2.0 vorinstalliert ist. Diesen kann ich hier aber auch ganz einfach über den Playstore installieren.

Jedenfalls wollte ich jetzt die Gunst der Stunde dafür nutzen euch das Redmi K30 Pro Zoom vorzustellen bzw. euch meine Testergebnisse zu präsentieren. Gleich vorneweg: Das Redmi K30 Pro Zoom wäre mein neues Lieblingssmartphone, wenn es die Global Variante wäre. Das heißt, dass das Poco F2 Pro eigentlich mein neues Lieblingssmartphone werden könnte. Schauen wir mal.

Redmi K30 Pro vs. K30 Pro Zoom

Der Unterschied zwischen der Zoom und nicht Zoom Version liegt im Kamerasystem. Es wurde nämlich ein Objektiv ausgetauscht. Hier ist ein 8MP Teleobjektiv mit optischer Bildstabilisierung verbaut. Dank diesem kann das K30 Pro Zoom euch auch einen 30-fach Digital-Zoom sowie einen 3-fachen optischen Zoom bieten.

Poco F2 Pro vs. Redmi K30 Pro Zoom

Das Poco F2 Pro wird statt dem Telefoto eine 5 MP Makrokamera haben. Persönlich hätte ich mir lieber die Zoom Edition als Poco F2 Pro gewünscht, da ich eher Motive in der Weite fotografiere als dass ich nah an ein Objekt rangehe. Aber der gezeigte Telemakro-Modus aus dem Poco Global Livestream hatte es mir schon irgendwie angetan. Bevor ich mir eine endgültige Meinung mache, teste ich das Poco F2 Pro vielleicht demnächst einfach.

Das heißt aber auch, dass ich in diesem Video den Makromodus vom Poco F2 Pro als einziges nicht testen kann. Dafür gebe ich euch aber die Fotoergebnisse vom Teleobjektiv, welches ihr bisher nur in China kaufen könnt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zoom Edition hier bei uns überhaupt jemals als Global rauskommen wird.

Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.

Preis – Redmi K30 Pro (Zoom)

Für alle die es interessiert. Dieses Redmi K30 Pro Zoom kostet in China knapp 100 Euro mehr als das Redmi K30 Pro mit Makroobjektiv.

Preise und Hardware – Redmi K30 Pro Zoom sowie Poco F2 Pro

In meinem Testgerät von Tradingshenzhen ist ein 8GB großer LPDDR5 Arbeitsspeicher sowie ein 128GB großer UFS 3.1 interner Speicher verbaut.

Das Poco F2 Pro wird mit 6GB RAM und 128GB Speicher 499 Euro kosten und in der 8GB RAM mit 256GB Speicher Variante 599 Euro.

Verarbeitung und Farben – Redmi K30 Pro Zoom

Hinten und vorne haben wir Corning Gorilla Glass 5 und der Rahmen besteht aus Metall. Die Rückseite gibt es in Schwarz, Grau, Blau, Lila und Weiß wie mein Testgerät.

Ich habe von einem Kollegen gehört, dass das Redmi K30 Pro nicht gut verarbeitet ist. Das sehe ich anders. Ich finde hier sitzt alles sehr gut im Rahmen. Es gibt keine spitzen Kanten und das Glas auf der Rückseite ist auch an den Seiten abgerundet, damit es angenehm in der Hand liegt. Das Display hätte an den Seiten noch abgerundet sein können. Das wäre noch von Vorteil und hochwertiger. Aktuell kriegt man sowas aber eher nur bei den teureren Smartphones wie Samsung Galaxy S20 oder Xiaomi Mi 10 usw.

Mit 218g wiegt das K30 Pro Zoom aber einiges und mit 8,9mm ist es auch etwas dicker als so manch anderes Smartphone. Das wird dem einen gefallen und dem anderen gar nicht.

Mich stört es nicht.

Den roten Powerbutton der durch die Farbe heraussticht finde ich mal wieder sehr cool. Das ist ja nicht das erste Smartphone mit so einem Detail. Ich mag es aber immer wieder.

Bedienelemente und Anschlüsse

Gehen wir doch einfach mal ringsherum. Unten haben wir den Dual Sim-Karten Schacht, nur ein USB-C 2.0 Port, ein Mikrofon und den Mono-Lautsprecher. Der Lautsprecher wird auch nicht durch einen weiteren verstärkt. Stereo Klang habt ihr hier also nicht.

Für ein Mono-Lautsprecher ist dieser aber Xiaomi typisch mal wieder völlig in Ordnung. Geht schön laut und bei voller Lautstärke übersteuert auch nichts beim zum Beispiel YouTube Videos schauen.

Rechts am Rahmen sind wie erwähnt der rote Powerbutton und die Lautstärkewippe. Links nichts. Oben ein weiteres Mikrofon, ein Klinkenanschluss, ein IR-Blaster, eine Pop-Up-Kamera, wo sich die 20MP Frontkamera verbirgt.

Pop-Up-Kamera

Die Pop-Up Kamera leuchtet an den Seiten beim Herausfahren. Diesmal lässt sich eine Farbe zwischen 5 in den Einstellungen auswählen. Das war beim Redmi K20 Pro noch nicht möglich.

Außerdem befindet sich an der Oberseite eine Benachrichtigungs-LED die je nach Benachrichtigung auch in einer anderen Farbe blinken kann.

Display – Redmi K30 Pro Zoom

Kommen wir jetzt aber einmal zum Display. Dank der Pop-Up Kamera wird die Schönheit des Displays nirgends durch eine Frontkamera unterbrochen.

Verbaut ist ein 6,67 Zoll großes AMOLED FHD+ 60 Hz Display mit einer Abtastrate von 180 Hz. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Samsung Panel. Auch bei Sonnenlicht ist es gut abzulesen. Farben, Schärfe, Blickwinkel…top.

Der eine oder andere wird 90 Hz oder 120 Hz vermissen. Ich vermisse es nicht unbedingt, aber auf dem aller neuesten Stand seid ihr dann quasi mit diesem Display nicht, falls euch das wichtig ist.

Ihr werdet mit dem Display so oder so euren Spaß haben. Videos, Bilder einfach nur im Internet surfen sieht sehr gut aus. Eine Schutzfolie war beim Redmi K30 Pro Zoom übrigens schon draufgeklebt.

Selbst bei dieser China Version steht euch Widevine Level L1 zur Verfügung. Das heißt bei Netflix, Amazon und Co. Könnt ihr FHD Content genießen.

Performance

Zur Performance kann ich eigentlich auch nur gute Worte verlieren. Der neueste Snapdragon 865, der neue Arbeitsspeicher LPDDR5, der schnelle UFS 3.1 interne Speicher wie erwähnt…das spricht eigentlich für sich selbst. Die guten Benchmarkwerte bestätigen dies noch einmal. Die Geekbench 5 Werte seht ihr gerade. Beim Antutu eine Gesamtpunktzahl von fast 600.000. Übrigens war das Remi K30 Pro Zoom auch das erste Smartphone welches während des Tests ein GPU Update bekommen hat.

Die Performance ist mit eine der besten aktuell. Also darüber solltet ihr euch bei diesem Smartphone keine Sorgen machen. Ihr könnt zocken bis der Arzt kommt und all eure Apps drauf laufen lassen.

Bei der China Version ist Android 10 mit MIUI 11 als Oberfläche vorinstalliert. Beim Poco F2 Pro wird der Poco Launcher 2.0 ab Werk installiert sein. Der Launcher sieht etwas anders aus und gefällt mir gut. Ein App Drawer ist am Start.

Kameras – Videofunktion

Kommen wir nun zu meinem Fazit der Kameras. Die Pop-Up Frontkamera hat natürlich den Nachteil, dass die Gesichtsentsperrung etwas langsamer ist, da die Kamera erst einmal hochfahren muss.

Die 20 MP Frontcam an sich macht aber gute Selfies. Ich war positiv überrascht. Auch von den Portraitaufnahmen.

Die Videos der vorderen Kamera sind aber leider nicht stabilisiert, jedoch könnt ihr auch Slow Motion Aufnahmen mit 120FPS in maximal 720p aufnehmen.

Normale 30FPS Videos kann man leider nur bis maximal 1080p aufnehmen. Etwas schade. Bei der Hauptkamera sieht das natürlich etwas anders aus. 4k 30, 4k 60 und auch 8k 30FPS sind mit dem K30 Pro kein Problem.

Das coole ist, dass man nun auch ganz einfach dank dem gut erreichbaren Regler während der Aufnahmen bis zu 6-fach rein- und auch wieder rauszoomen kann.

Die Videoergebnisse waren insgesamt sehr gut und ich war sehr zufrieden…auch dank der Bildstabilisierung von der Zoom Edition. Mit der Superstabil Funktion kann vielleicht auch mal die eine oder andere kleine Actionszene aufgenommen werden. Dann aber nur in einer maximalen Auflösung von Full HD 30FPS.

Interne Mikrofone – Audioqualität

Die Audioqualität der internen Mikrofone ist ebenfalls gut und vergleichbar mit dem Xiaomi Mi 10.

Kameras – Videofeatures

Es gibt auch beim Redmi K30 Pro Zoom zusätzliche Videofeatures, wie „Movie Frame“, wodurch einfach oben und unten schwarze Balken hinzugefügt werden und das selbstgemachte Video gleich aussieht wie ein Kinofilm. J Oder ihr könnt auch den VLOG Modus aktivieren und dann zwischen den Vorlagen wählen und eigene kurze mit Effekten versehene Clips erstellen.

Kameras – Hardware

Im Hauptkamerasystem ist natürlich noch mehr verbaut als nur das erwähnte 8 MP Teleobjektiv. Und zwar ein 64 MP Sony IMX686 Hauptkameraobjektiv mit einer f/1.7er Blende, eine 13 MP Ultraweitwinkelkamera sowie ein 2 MP Tiefensensor.

Ein schnell geschossenes Foto mit dem Automatikmodus hat 16 MP, da auch hier die Pixelbinning-Idee genutzt wird. Es gibt jedoch auch einen 64 MP Modus, womit dann 64 MP Fotos aufgenommen werden können. Die 64 MP Fotos sind beim Hereinzoomen schärfer, aber die 16 MP Automatikfotos heller, da durch Pixelbinning mehr Licht aufgenommen werden kann. Es hängt ein bisschen von der Situation ab, welcher Modus mir im Gesamteindruck der Aufnahme besser gefällt.

AI, also die künstliche Intelligenz die die Farben je nach Motiv anpasst, kann nicht im 64 MP Modus genutzt werden.

Kameras – Portraitmodus

Der Portraitmodus funktioniert um ehrlich zu sein wirklich gut. Man merkt auch, dass der 2 MP Tiefensensor zur Hilfe genommen wird, da der Portraitmodus der Frontkamera nicht ganz so sauber arbeitet. Also Software alleine reicht nicht aus. Der Tiefensensor macht den Rand zwischen scharf und unscharf noch einmal exakter.

Kameras – Ultraweitwinkel

Die 13 MP Ultraweitwinkelaufnahmen finde ich vollkommen in Ordnung. Da habe ich schon schlechteres gesehen. Meistens wird die Qualität zum Rand hin immer schwächer und am Rand sieht man fast nur noch Brei. Hier wurde gut, wahrscheinlich softwareseitig, dagegen gearbeitet. 

Kameras – Zoom

Makroaufnahmen kann man mit der Zoom Edition leider nicht machen, daher kann ich euch das auch nicht zeigen, aber dafür oben die Zoom-Bilder. Hier gehe ich von Weitwinkel, auf 1-fach, dann auf den 3-fachen optischen Zoom, dann 10-fach (sieht gar nicht schlecht aus), 20-fach (kann man zur Not auch noch gebrauchen bei ausreichend Tageslicht) und zu guter Letzt 30-facher Zoom (ist noch akzeptabel, aber natürlich wurde hier viel an Schärfe verloren und an Blässe dafür hinzugewonnen).

Kameras – Nachtmodus

Der Nachtmodus verbessert das Ergebnis bei wenig Licht. Macht die Farben natürlicher und das Foto gewinnt an Details im Vergleich zu einem Foto ohne Nachtmodus geschossen. Aber wie meistens, sage ich auch hier, dass es Smartphones mit besseren Nachtmodis gibt.

Die Kameras sind insgesamt für den Preis des Smartphones gut, aber insgesamt gesehen habt ihr natürlich für 500 Euro nicht die beste Kamera auf dem Markt. Dann müsste man mehr Geld ausgeben. Aber braucht man überhaupt die beste Kamera? Für meine Anwendungsfälle ist die Kamera sehr gut. Wahrscheinlich sogar noch zu gut.

Fazit – Redmi K30 Pro Zoom

Zusammengefasst freue ich mich sehr auf das Poco F2 Pro, da das Redmi K30 Pro Zoom mir sehr gefallen hat. Schade, dass die Zoom Edition nicht das Poco F2 Pro geworden ist. Aber man kann scheinbar nicht alles haben. Auch ohne Zoom ist es ein tolles Smartphone.

Mit WiFi 6, 5G, Bluetooth 5.1, NFC seid ihr auch beim Thema Konnektivität mit dem K30 Pro Zoom oder Poco F2 Pro auf dem neuesten Stand.

Der Fingerabdruckscanner unter dem Display ist auch zufriedenstellend, aber nicht der schnellste auf dem Markt. Viel zu meckern gibt es hier aber nicht.

Der Vibrationsmotor ist ebenfalls sehr gut und auf einer Stufe mit dem des Mi 10 und oder den neueren OnePlus Smartphones. Das Tippen macht mit diesem Feedback wirklich mehr Spaß und bei mir gibt es dadurch weniger Tippfehler.

Falls ihr nicht in einer Großstadt wohnt oder falls ihr gerne viel auf Reisen seid, dann kann ich euch diese China Version leider nicht empfehlen, da ihr das LTE Band 20 und Band 28 fehlt. Mein LTE Empfang war in Berlin immer sehr gut, aber außerhalb oder innerhalb von Gebäuden können diese Bänder vermisst werden und der Empfang wird darunter leiden.

Falls euch das stört, dann schaut euch aber das Pocophone F2 Pro genauer an. Wenn ihr auf einen Zoom verzichten könnt und Makroaufnahmen ganz praktisch findet, dann ist das Poco F2 Pro auf jeden Fall was für euch. Plus die ganzen Vorteile und Nachteile die ich in diesem Video natürlich schon erzählt habe.

Was ich noch geil gefunden hätte ist, wenn wireless charging möglich wäre. Leider nicht. Aber mit 30W Fast Charging sind die 4.700 mAh auch schnell in knapp über einer Stunde aufgeladen. Dank einem nur 60Hz Display und vielleicht auch hier dank der China Version von MIUI hatte ich eine sehr gute Akkulaufzeit im Test gehabt. 2 Tage sollten für die meisten kein Problem sein. Mit dem PC Mark Battery Test kam ich auf knapp 15 Stunden.

Das Redmi K30 Pro vereint fast alles in einem Smartphone was ich gerne hätte, daher kann ich es mir nur empfehlen. Ob ich es euch empfehlen kann, hängt von eurem Geschmack ab. Vor allem über ein Display komplett ohne Frontkamera habe ich mich wieder mal sehr gefreut.

Kleines Fazit – Poco F2 Pro

Und das Poco F2 Pro ist vielleicht nicht so günstig wie das Poco F1 damals, aber hier in Europa kriegt ihr, wenn ich mich jetzt nicht komplett irre, kein Smartphone mit Snapdragon 865 so günstig wie das Poco F2 Pro. Es gibt zwar noch eins von Vivo, welches günstiger ist, aber das gibt es nicht als Global Variante zu kaufen bisher.

Aber nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!