Redmi Note 9T im ersten Eindruck – Test

Redmi Note 9T im ersten Eindruck – Test

8. Januar 2021 0 Von Charly Charles Check

Heute am 8.1.2021 stellt Xiaomi das neue Redmi Note 9T 5G Smartphone vor. Ich durfte netterweise das Redmi Note 9T schon zwei Tage vorher nutzen und jetzt möchte ich euch unbedingt von meinem Erlebnis mit dem Smartphone erzählen.

Der Verkaufsstart ist übrigens der 25.1.2021 und es wird wieder einen Early Bird Preis geben. 229,90 Euro kostet die geringste Ausführung regulär und wenn ihr aber gleich zuschlagt und den Early Bird Preis mitnehmen möchtet, dann müsst ihr nur 199 Euro für das Redmi Note 9T bezahlen.

Die größere Ausführung mit 128GB, die ich hier auch im Test habe, ist ab 25.1. für eine UVP von 269,90 Euro erhältlich.

Xiaomi macht in den letzten Tagen Werbung für die Vorstellung am 8.1. mit dem Spruch „Achtung, fertig, 5G!“.  Und genau das sehen wir direkt vorne auf der Verpackung. 5G!

5G ist hier vorhanden dank dem 7nm Prozessor MediaTek Dimensity 800U Prozessor, mit dual-5G übrigens. Das heißt ihr habt im Redmi Note 9T die Dual-SIM-Möglichkeit, wir gucken nachher auch in den SIM-Kartenschacht hinein, denn das ist sogar mit zwei 5G SIM-Karten möglich.

Die einzigen wichtigen Informationen, die wir der Verpackung noch entnehmen können, ist, dass ich hier die Farbe Nightfall Black im Test habe mit 4GB LPDDR4X Arbeitsspeicher und 128GB UFS 2.2 internen Speicher.

Außerdem gibt es noch eine 4GB Variante mit 64GB UFS 2.1 internen Speicher zu erwerben. Das heißt, wenn ihr euch das Modell mit 128GB holt, dann habt ihr den etwas schnelleren internen Speicher.

Lieferumfang – Redmi Note 9T

Aber jetzt schauen wir mal rein. Im Lieferumfang befindet sich zunächst ein dünner Karton mit der Aufschrift „Designed by Redmi“ und folgendem Inhalt:

Einer Simkartennadel, Papierkram mit wichtigen Informationen, wie den SAR-Wert, welcher am Kopf mit 0,592 W/kg und am Körper mit 0,937 W/kg angegeben ist und dann finden wir hier auch noch die 4G und 5G Bänder sowie die Info, dass das Note 9T zum Glück NFC hat.

Außerdem können wir hier auch schon das SIM-Kartenfach sehen. Eine Speichererweiterung ist möglich und eben zusätzlich auch noch 2 Nano-SIM-Karten.

Natürlich ist auch noch eine Hülle im Lieferumfang. Um genau zu sein eine durchsichtige mit allen wichtigen cut outs die benötigt werden.

Nichts großartig Besonderes, aber sehr cool, dass immer noch eine gratis beigelegt wird. Vor allem jetzt, wo gerne mal entschieden wird sogar das Netzteil aus dem Lieferumfang wegzulassen.

Als nächstes liegt direkt das Redmi Note 9T in der Verpackung, aber das lege ich erst einmal beiseite. 

Denn der Packungsinhalt geht noch weiter. Neben einem USB-C auf USB-A Lade- bzw. Datenkabel mit weißen Akzenten innen, gibt es auch noch ein 22,5W Netzteil zum Laden des 5.000 mAh großen Akkus. Leider kann das Note 9T aber nur mit maximal 18W aufgeladen werden. Das wird dann wahrscheinlich um die 1:45 Stunde bis 2 Stunden dauern. Aber dank dem 5.000 mAh Akku habt ihr sicherlich 2 Tage lang Spaß mit dem Smartphone bei normaler Alltagsnutzung.

Kommen wir nun aber zu dem Smartphone des heutigen Tages. Auf die vorne aufgedruckten Specs werde ich gleich genauer eingehen. Ich ziehe erst einmal die Folie ab.

Verarbeitung und Materialien

Als erstes sehen wir die sogenannte gewölbte Unibody-3D-Rückseite aus strukturiertem Kunststoff. Diese Struktur bietet einen guten Grip und die matte Rückseite ist auch frei von Fingerabdrücken. Das Note 9T kann man öfters anfassen und die Rückseite sieht dennoch gut aus.

Das kennen wir ja von glänzenden Rückseiten anders.

Ansonsten sehen wir auf der Rückseite auch das Hauptkamerasystem. Von der Anordnung her erinnert das Design an das Poco X3 NFC bzw. noch mehr an das Xiaomi Mi 10T Lite. Beide Smartphones können aber kein Dual-5G-SIM. Das Redmi Note 9T wie erwähnt schon und das wird auch mit unter der größte Kaufgrund sein. Meiner Meinung nach ist das Note 9T aktuell das günstigste 5G bzw. Dual-5G-Smartphone.

Die Rückseite besteht zwar aus Kunststoff, aber dennoch ist hier alles schön fest und großartig eindrücken lässt sich die Rückseite auch nicht.

Kameras – Redmi Note 9T

Das Hauptkamerasystem beinhaltet eine 48MP Hauptkamera mit einer f/1,79er Blende, eine 2MP Makrokamera sowie ein 2MP Tiefensensor. Eine Ultraweitwinkel- oder Zoomkamera fehlt hier ganz. Unten rechts befindet sich der LED-Blitz.

Fotos und Video reiche ich euch in der Review nach. Ich kann euch aber schon einmal verraten, dass hier keine optische Bildstabilisierung verbaut ist und die elektronische Stabilisierung greift erst ab Full HD 30FPS Videoaufnahmen. Ihr könnt aber Videos bis 4k 30FPS aufnehmen. Mit der Selfie-Cam maximal Full HD 30FPS.

Rahmen

Der Rahmen der gewölbten Rückseite hat rechts die Powertaste mit integriertem Fingerabdruckscanner und darüber die Lautstärkewippe. Oben finden wir ein internes Mikrofon, ein Infrarotblaster und ein Lautsprecherausgang von zweien. Bzw. der Ton kommt auch noch etwas aus der Hörmuschel raus.

Auf der linken Seite des Rahmens befindet sich der SIM-Kartenschacht, da schauen wir auch direkt mal rein. Ein roter Gummiring dichtet den Schacht von der Außenwelt etwas ab.

Wir haben hier einen 3-fach Schacht. Das heißt wir können 2 Nano-SIM-Karten bis 5G Datengeschwindigkeit und eine microSD Karte für die Speichererweiterung gleichzeitig einstecken.

Auf der Unterseite lacht uns direkt der zweite Lautsprecherausgang der Dual-Speaker an sowie ein USB-C Anschluss, ein weiteres internes Mikrofon und ein 3,5mm Klinkenanschluss für eure kabelgebundenen Kopfhörer.

Gewicht – Redmi Note 9T

Das Smartphone wiegt 199g. Unter 200g ist bei Xiaomi eher die Seltenheit bisher gewesen. 9,05mm ist das Note 9T dick.  

Display

Nun haben wir äußerlich fast alle Punkte abgehakt. Bis auf das Display. Das Redmi Note 9T hat ein 6,53 Zoll FHD+ IPS Display mit einer maximalen Bildwiederholungsrate von 60Hz.

Die maximale Helligkeit beträgt 450 nits. Das ist ok, aber natürlich kein Bestwert, wenn man alle kaufbaren Smartphones sich anguckt. Das wird aber ausreichen, um auch bei Tageslicht das Display ablesen zu können. Jetzt im Winter eh ohne Probleme. Dennoch kann die Helligkeit mit teureren Smartphones nicht mithalten. Daher zahlen wir für das Note 9T ja aber auch nicht so viel.

Das IPS Panel wird durch Corning Gorilla Glas 5 geschützt.

IPS typisch gibt es sichtbare Schattenbildungen bei weißen Hintergründen am Rand und auch um das Punch Hole herum. Bei der Mi 10T Reihe sind die IPS Displays besser was die Schattenbildung angeht. Hier beim Redmi Note 9T sieht man mehr, wenn man darauf achtet. Vor allem auch um das Punch Hole herum, wo im Übrigen eine 13MP Frontkamera verbaut ist.

Damit ihr es mal gesehen habt, habe ich am Note 9T die Hülle angebracht. Ist für eine gewisse Zeit ein guter Schutz, aber ich präferiere Smartphones ohne Case.

Software – Redmi Note 9T

Am ersten Tag habe ich dann natürlich das Redmi Note 9T eingerichtet. Also in Konten angemeldet, Fingerabdruck eingespeichert und so weiter und sofort. Der Fingerabdruckscanner ist etwas scharfkantig, aber dadurch treffe ich ihn auch etwas besser bzw. rutsche nicht ab.

Nach der Einrichtung checke ich immer gerne, ob es schon Updates gibt und wie hoch der freie Speicherplatz ist.

Es ist Android 10mit der Benutzeroberfläche MIUI 12.0.1 vorinstalliert. Updates gibt es erst einmal nicht.

Von 128GB sind 19GB ab Werk belegt. Das heißt nach Adam Riese sind noch 109GB frei.

Ihr könnt aber noch etwas mehr Speicherplatz frei räumen. Denn es sind ein paar Spiele und Dritt-Anbieterapps installiert, welche ihr problemlos deinstallieren könnt.

Der Stand des Sicherheitsupdates ist bei November 2020.

Unter Spezifikationen finden wir die Hardware-Highlights noch einmal aufgelistet. Unter anderem auch den RAM. Über 6GB hätte ich mich gefreut, aber mit 4GB kann man Leben, wenn man nicht allzu viele Apps im Hintergrund geöffnet haben möchte.

Bei Xiaomi Smartphones muss man ja gelegentlich darauf achten, ob ein NFC Modul mit verbaut ist. Hier beim Redmi Note 9T ist dies glücklicherweise der Fall.

Unter MIUI 12 gibt es auch hier einen Darkmode. IPS Panels werden nicht zu 100% schwarz, aber dennoch sieht das auf diesem Display gut aus.

Das neue Kontrollzentrum könnt ihr natürlich auch hier aktivieren. Wenn man beispielsweise 120Hz Displays gewohnt ist, dann wird einem beim Note 9T auffallen, dass nur 60Hz vorhanden sind. Das Scrollen läuft nicht ganz sooo flüssig. Das liegt aber nicht an dem Prozessor.

Vibrationsmotor

Was mir beim Redmi Note 9T ganz gut gefällt ist der verbaute Vibrationsmotor. Dieser kann zwar nicht mit den heutigen 400 Euro Smartphones und teurer mithalten, aber in dieser Preisklasse hatte ich schon deutlich schlechtere Vibrationsmotoren im Test-Smartphone.

Lautsprecher

Für die Preisklasse klingen die Stereo-Lautsprecher nicht schlecht. Leider vibriert die Rückseite aber merklich stark beim Abspielen über die Speaker. Ich freue mich aber auf jeden Fall, dass auch hier Dual-Lautsprecher verbaut wurden.

Kameraapp

Schauen wir uns nun auch noch die Kameraapp an. HDR und AI Modus sind natürlich hier problemlos nutzbar. Ich kann euch aber schon einmal verraten, dass die ersten Fotoergebnisse etwas zu hell für meinen Geschmack waren. Mehr dazu demnächst im Testfazit-Video.

Wie ihr am Kamerasystem erkannt habt, könnt ihr natürlich hier auch Makrofotos schießen. 

Im Selfiemodus solltet ihr den Weichzeichner deaktivieren, wenn ihr nicht wollt, dass euer Gesicht zu weichgezeichnet aussieht. Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich mag die Realität lieber.

AI und HDR gibt es auch bei der Frontkamera.

Über den Videomodus habe ich vorhin ja schon ein paar Worte verloren.

Ihr könnt den 48MP Modus aktivieren und dann Fotos im vollen 48MP Modus schießen. Denn im Automatikmodus kommt wieder mal Pixel Binning zum Einsatz.

Portraitaufnahmen sind selbstverständlich auch hier möglich. Beim Hauptkamerasystem ist dafür ja auch noch der Tiefensensor verbaut.

Den Nachtmodus sowie Zeitlupenmodus könnt ihr ebenfalls mit dem Redmi Note 9T nutzen. Bei der Zeitlupe könnt ihr 120FPS Videos in Full HD Qualität aufnehmen und 240FPS sowie 960FPS in maximal 720p Qualität drehen.

Konnektivität und Performance

In den Einstellungen von MIUI 12 unter SIM-Karteneinstellungen habt ihr auch beim Redmi Note 9T die Möglichkeit VoLTE und VoWiFi zu aktivieren.

Die Leistung des Mediatek Dimensity 800U ist überraschend gut für die Preisklasse. Apps öffnen zufriedenstellend schnell und durch das System scrollen läuft ebenfalls problemlos. Im ersten Eindruck bin ich positiv angetan. Normalerweise halte ich von Mediatek Prozessoren nicht so viel, aber die neuen sind wirklich nicht mehr schlecht.

Beim Geekbench 5 Benchmark hat das Note 9T 579 Punkte im Single Core und 1.746 Punkte im Multi Core Test erreicht. Beim Antutu Benchmark wurden mir 292.970 Punkte ausgespuckt. Jetzt noch 6GB RAM und das Note 9T wäre von der Leistung her ein gutes Mittelklasse-Smartphone. Aber leider nur mit 60 Hz Display.

Fazit

Abschließend wäre für den einen oder anderen noch interessant, dass wir keine Benachrichtigungs-LED verbaut haben und der Fingerabdruckscanner an der Seite funktioniert schön schnell und präzise.

Ihr könnt ab den 25.1. das Redmi Note 9T kaufen und am 25.1. sowie 26.1. gibt es auf mi.com/de das Note 9T mit 4GB RAM und 64GB internen Speicher für 199,90 Euro.

Ich habe es noch nicht ausgiebig genug getestet, daher gebe ich meine Empfehlung oder nicht Empfehlung im Review-Video erst ab, aber wer ein Dual-5G-Smartphone für einen sehr günstigen Preis mit einer guten Leistung für Alltagsapps sucht und nicht Games auf höchsten Hardwareeinstellungen zocken will, derjenige ist denke ich gut beraten mit dem neuen Redmi Note 9T.

Aber bald erfahrt ihr hier noch mehr.