Samsung Galaxy S20 Ultra 5G – Langzeittest

Samsung Galaxy S20 Ultra 5G – Langzeittest

27. Juni 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neuen Lieblingsblogbeitrag! Ich habe das Samsung Galaxy S20 Ultra mittlerweile länger als die meisten Test-Smartphones der letzten Jahre als sogenannten „Daily Driver“ genutzt.

Erst einmal vielen Dank an Smartphone Only für die Bereitstellung des Testgeräts. Direkt nach dem Test geht das S20 Ultra aber auch wieder zurück, da es nur ausgeliehen ist. Aber ohne Smartphone Only hätten wir das S20 Ultra niemals getestet, da es uns zu teuer wäre.

Wer sich für den Lieferumfang aller drei Smartphones aus der Samsung S20 Reihe interessiert oder auch für das Z Flip oder jeweils die Review sehen möchte bzw. auch gerne ein Vergleich aller drei Samsung Galaxy S20 Smartphones sehen möchte, derjenige sollte unbedingt oben beim „i“ vorbeischauen. Denn da packe ich jetzt all diese Videos von mir rein.

Nun aber zum S20 Ultra.

Wie lange habe ich das Samsung Galaxy S20 Ultra genutzt?

Ich nutze das Smartphone jetzt seit mindestens 4 Wochen als Daily Driver und ich muss zugeben, dass ich mit der Zeit immer mehr gefallen an dem S20 Ultra gefunden habe.

Preis

Zu der Zeit als ich es ausgepackt hatte lag der Preis noch bei um die 1400 Euro und aktuell bekommt ihr es beispielsweise für 1.191,99 Euro oder in Raten bei zum Beispiel Smartphone Only.

Optik & Verarbeitung

Worauf sich die Besitzer von dem S20 Ultra einstellen müssen ist, dass diejenigen öfters gefragt werden was sie denn da für ein großes Gerät in der Hose hätten.

Denn mit 6,9 Zoll Displaydiagonale und mit diesem riesen Kamerasystem auf der Rückseite oben links ist das Smartphone nicht zu übersehen.

Mit einem Gewicht von 220g wiegt es auch nicht gerade wenig. Persönlich habe ich mich aber sehr schnell daran gewöhnt und kann mir aktuell kein kleineres Smartphone in der Dauernutzung vorstellen. Aber auch daran werde ich mich wieder gewöhnen.

Ich wurde aber ein paar Mal auf das Gewicht angesprochen bzw. auch privat innerhalb meiner Social-Media-Kanäle angeschrieben. Ich weiß also, dass das Gewicht manche Nutzer noch Wochen später nervt. Von daher solltet ihr euch diesbezüglich einfach im Klaren sein vor dem Kauf.

Kameraeinheit

Der Kamerabumper guckt mit 2mm sichtbar aus dem Gehäuse raus. Abgesehen davon, dass er 4,5 cm lang ist und 3,2 cm breit. Meiner Meinung nach hätte man die Kameraeinheit auch schmaler verbauen können. Platz ist zwischen den Linsen mehr als genügend da.

Das zum Äußeren. Die Verarbeitung ist in der Preisklasse sehr gut und ich finde das S20 Ultra sieht immer noch wie neu aus. Bis auf die Fingerabdrücke die natürlich auf dem Gorilla Glas 6 hinten sowie vorne nach längerer Nutzung entstehen. Diese kann man jedoch ganz leicht abwischen.

Das nervt mich!

Das einzige was mich so ein wenig nervt auf Dauer ist das Klappern des Kamerasystems. Schüttelt man das Smartphone leicht, dann hört man es deutlich klappern in der Kameraeinheit. Das ist aber völlig normal und aktuell auch nicht anders lösbar, wenn man so eine Kamera wie hier verbaut nutzen möchte. Sobald die Kameraapp aktiviert ist, klappert auch nichts mehr beim Schütteln.

Aber trotzdem will ich es mal erwähnt haben, weil mich das wirklich hier und da etwas nervt.

Da wir schon ein paar Mal die Kamera erwähnt haben, kommen wir jetzt direkt auch einfach schon zu meiner Meinung was die Kameras betreffen.

Kameratest – Samsung Galaxy S20 Ultra

Das besondere an dem Ultra Modell im Vergleich zum S20 Plus und dem reinen S20 ist, dass hier ein 108 MP Sensor mit an Bord ist. Außerdem ist es möglich 100x digital zu zoomen. Das ist der sogenannte Space Zoom, wie Samsung den weiten Zoom betitelt.

10x kann hybrid reingezoomt werden. Richtig gut sieht der zweifache Zoom aus. Der vierfache und fünffache könnte theoretisch auch noch optisch sein, aber da bin ich mir leider nicht wirklich sicher und ich habe auch keine verlässliche Information darüber bei meiner Recherche gefunden. Aber bei ausreichend Licht sehen die Fotos schon sehr gut aus. Auch die Teleaufnahmen bis 10x. Bei 30-fach Aufnahmen sind die Details auch noch zufriedenstellend zu erkennen bei ausreichend Licht und 100-fach ist eine lustige Spielerei. Grob lässt sich dann auch noch was in der Entfernung erkennen. Aber für Erinnerungsfotos im Album reicht die Qualität nicht aus.

Insgesamt bin ich nach mehreren guten Updates sehr zufrieden mit der Kamera des S20 Ultra.

Neben dem angesprochenen 108 MP Sensor mit einer Blende von f/1.8 und eingebauter optischer Bildstabilisierung sowie dem 48 MP starken Teleobjektiv mit OIS und einer Blende von f/3.5 ist auch noch ein 12 MP Weitwinkelsensor mit f/2.2er Blende sowie ein Sensor für die Tiefenschärfe im Gerät verbaut.

Bei Automatikfotos wird wieder einmal Pixelbinning eingesetzt, um das Rauschen des Bildes zu reduzieren. Das heißt, das fertige Foto hat 12 MP, anstatt 108 MP. Denn die Informationen werden aus 9 Pixeln zusammengefasst zu einem Special-Pixel, so nenne ich das einfach mal. Oben innerhalb der Kameraapp lässt sich jedoch auch der 108 MP Modus aktivieren.

Die Aufnahmen bei wenig Licht konnten mich überzeugen und auch der Nachtmodus ist zu gebrauchen. Mit dem S20 Ultra kriegt ihr auf jeden Fall eine der besten Kameras auf dem Smartphone-Markt.

Videoaufnahmen sind bis zu 8k 24fps möglich und auch im Pro-Modus können Videos aufgenommen werden. Wählt man 8k aus, dann wird das S20 Ultra jedoch automatisch etwas reincroppen, das sollte man beachten, falls man unbedingt 8k Material möchte.

Ich bevorzuge aber lieber 4k 30 oder 60 fps Aufnahmen, da hier eine Stabilisierung zum Einsatz kommt und auch das Bild besser aussieht.

Die 40MP Frontkamera leistet ebenfalls sehr gute Arbeit. Bilder sehen scharf sowie detailreich aus und sind farblich auf einem sehr guten Niveau. Selbst bei wenig Licht gefallen mir die Ergebnisse. Videos sind sogar in bis zu 4k 60 fps möglich.

Performance

Es wurde schon oft von mir in anderen Videos angesrpochen. Hier ist der Exynos 990 Prozessor verbaut und leider nicht wie in Amerika beispielsweise der Snapdragon 865. Die Leistung des Samsung eigenen Chips ist aber auf keinen Fall schlecht. Mit dem Snapdragon kriegt man prozentual nur etwas bessere Werte hin beim Akku und bei der Performance. Der Otto-Normalverbraucher wird aber keine wirklichen Einbußen bei unserer europäischen Version bemerken.

Speicherkarte?

Auch dank den 12GB vom neuen LPDDR5 Arbeitsspeicher. Natürlich sind 12GB zu viel, aber ihr habt dann auf jeden Fall mehr als genug Arbeitsspeicher im Hintergrund. Der 128GB UFS 3.0 interne Speicher lässt sich sogar noch erweitern. Im SIM-Kartenschacht ist Platz für 2 nano-Simkarten oder eine Simkarte plus microSD Karte. Eine e-Simkarte kann übrigens auch aktiviert werden. Das heißt Dual-SIM ist so oder so möglich.

Konnektivität

Da wir gerade beim Thema Konnektivität sind. 5G ist hier am Start, WiFi6, LTE Cat 20, BT 5, NFC und der USB-C Anschluss ist vom Typ 3.2. Das heißt ihr habt auch in diesen Punkten das neueste vom neuesten.

Google Stadia & Samsung DEX

Zusätzlich habt ihr Samsung DEX Unterstützung und Spiele über Googles Stadia könnt ihr ebenfalls auf dem S20 Ultra zocken. Hier ist die Größe des Displays auch von Vorteil.

Display – Samsung Galaxy S20 Ultra

Apropos…das Display ist eins der besten auf dem Smartphone Markt. Ich muss nur AMOLED Panel in 1440p mit maximal 120Hz Bildwiederholungsrate und HDR10+ Unterstützung sagen. Farben, Schärfe, Blickwinkel, Helligkeit, Schwarzwert…alles ein wahrgewordener Traum. 😊 Rechts und links sind die Seiten auch nicht mehr so stark abgerundet, wie man es von älteren Samsung Smartphones kennt. Genau richtig. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig, dass der Rahmen dennoch schön schmal drumherum aussieht.  

Vorne sieht man fast nur Display. Einzig das Punch-Hole oben mittig nervt etwas. Aber irgendwo muss ja die Frontcam hin. Und zum Verstecken gibt es ja ein paar coole Hintergrundbild-Ideen. 😊

Fingerabdruckscanner

Unter dem Display befindet sich der gute Ultraschall-Fingerabdruckscanner. Die Position gefällt mir sehr gut und die Entsperrung funktionierte im Test einwandfrei.

Bei aktivierter WQHD+ Auflösung wird eine 120 Hz Bildwiederholungsrate immer noch nicht unterstützt. Dann bleibt einem nur noch 60 Hz übrig. Was wir ja eh alle von den früheren Smartphones kennen. Außerdem hielt der Akku bei mir länger bei der gewählten Einstellung von 60 Hz durch.

Akku

Der Akku ist 5000 mAh groß. Das klingt nach viel, aber für ein Samsung Smartphone ist das leider nicht viel. Die Werte dich ich im Alltag mit dem S20 Ultra geschafft habe, habe ich mit manch anderen Smartphones die 1.000 mAh weniger Akkukapazität hatten auch geschafft. Dennoch werdet ihr über einen Tag kommen als Vielnutzer und als ab und zu Nutzer könnte man vielleicht auch mal auf zwei Tage kommen.

Dafür könnt ihr den Akku mit 45W recht schnell aufladen, aber leider legt Samsung dem Lieferumfang nur ein 25W Netzteil bei. Also müsstet ihr erst ein neues Netzteil kaufen, wenn ihr die volle Power ausnutzen wollen würdet. Schade. Samsung hätte ruhig ein 45W Netzteil bei der Kohle, wieviel das S20 Ultra kostet, in die Verpackung tun können.

Bis zu 15W kabelloses Laden ist hier glücklicherweise auch möglich.

Pro- & Contra-Liste

Positiv:

  • Hammer Display (120Hz, 1440p)
  • Sehr gute Kamera
  • Sehr gute Performance
  • Insgesamt neueste Technik in einem Smartphone verpackt
  • Update-Politik gefällt mir mittlerweile sehr gute bei Samsung
  • Speichererweiterung und e-SIM möglich

Negativ:

  • Preis
  • Kamerabumper ist größer als es gefühlt sein müsste
  • Exynos 990 (SD865 Variante zeigt in vielen Kategorien bessere Werte)
  • Akkulaufzeit könnte bei einem 5.000 mAh Akku besser sein
  • Größe und Gewicht könnte manchen zu viel sein (Geschmackssache)
  • Ich hätte mir noch einen Kopfhöreranschluss gewünscht

Fazit

Mein Fazit fällt heute recht kurz aus, da ihr glaube ich alles mitbekommen habt was ich gut und nicht so gut finde. Ich hoffe, dass euch dieses Video weitergeholfen hat. Falls ihr Fragen habt, dann fragt diese gerne unten in den Kommentaren.

Aber nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!