Shure Aonic 50 Premium Kopfhörer – Test

Shure Aonic 50 Premium Kopfhörer – Test

26. Juli 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neuen Lieblingsblogbeitrag! Heute präsentiere ich euch unser Testfazit zu den neuen Shure Aonic 50 Premium Kopfhörern. Einen zweiten Eindruck mit Unboxing hatte ich vor 2 Wochen auf unserem YouTube Kanal majaly-Tech veröffentlicht.

Jetzt ist aber wieder einiges an Zeit nach dem zweiten Eindruck vergangen und ich möchte nun mein Fazit berichten und noch weitere coole Features euch zeigen die ich neu entdeckt habe bei dem kabellosen Aonic 50 Kopfhörer von Shure.

Mittlerweile trage ich die Shure Aonic 50 Kopfhörer täglich. Hauptsächlich weil der Klang so ist wie ich ihn gerne habe. In den Details stark, es ist eben jedes Instrument einzeln hörbar, klarer Klang und geht schön laut zu stellen. Zusammengefasst eben Premium-Klang, wie es Shure auch beschreibt.

Studioklang – Shure Aonic 50

Für die Nutzer, die einen sehr bassfokussierten Sound lieben, werden glaube hier nicht ganz auf ihre Kosten kommen, aber Shure hat mit dem Aonic 50 einen Kopfhörer mit Studioklang erschaffen.

Ihr habt extreme Klarheit in den Höhen. Die sogenannten „audiophilen“ haben hiermit einen sehr interessanten Kopfhörer gefunden. Alle anderen die mal die gesamte musikalische Bühne sozusagen hören möchten und eben nicht nur die Tiefen knallen hören möchten sollten den Shure Aonic 50 auf jeden Fall probehören.

In der passenden Shure Play App für iOS und Android lässt sich auch noch einiges anpassen. Dazu kommen wir auch gleich detaillierter in diesem Video.

Der Aonic 50 hat eine hohe Genauigkeit im Klangbild, egal ob via 3,5mm Klinkenkabel betrieben oder via Bluetooth 5.0.

Verwendet man ihn mit dem beigelegten 2,5mm auf 3,5mm Klinkenkabel, dann kann er auch mit leerem Akku betrieben werden.

Bluetooth Codecs

Während des Bluetooth Betriebs kann der Shure Premium-Kopfhörer auf die besten aktuellen Codecs wie AAC, aptX, aptX Low Latency, aptX HD, und auch LDAC zurückgreifen.

Ihr könnt übrigens auch 2 Quellen gleichzeitig via Bluetooth verbinden. Drückt ihr am PC beispielsweise auf Play bei Spotify hört ihr dies und wenn dann eine Voice Nachricht auf dem Smartphone reinkommt und hier auf Play drückt, dann könnt ihr die Nachricht hören.

Verarbeitung und Design

Die Bluetooth Verbindung sowie der Sound ist also spitze und der Tragekomfort ist ebenfalls sehr gut. Der Aonic 50 wiegt zwar 334g, aber auf dem Kopf merkt man dieses Gewicht gar nicht. Die Verarbeitung, auch der physischen Tasten an der rechten Hörmuschel, die Qualität und das Design allgemein sucht seinesgleichen.

Was diese Kategorie angeht würde ich Shure gerne eine 1+ mit Sternchen vergeben. Wir haben hier gebürstetes Aluminium kombiniert mit Kunstleder, Kunststoff und einer wirklich sehr guten Polsterung dank u.a. Memory-Schaum-Polsterung direkt am Earcup innen. Die Ohrpolster können zum Reinigen auch abgenommen werden.

Durch die sehr gute Materialwahl ist ein stundenlanges Tragen für mich gar kein Problem. An manchen Tagen habe ich diesen sogar einen kompletten Arbeitsalltag gar nicht abgesetzt. Dennoch habe ich auch schon von einem Kollegen gehört, dass er den Shure Aonic 50 nach mehreren Stunden doch mal ablegen musste. Wahrscheinlich ist das von Mensch zu Mensch auch etwas unterschiedlich. Aber bisher hatte ich noch keinen so gemütlichen Over-Ear Kopfhörer.

Das einzige was den einen oder anderen stören könnte wäre, dass dieser Kopfhörer nicht einklappbar ist. Die Earcups können nur gedreht werden, um eine schmalere Verstaumöglichkeit zu gewährleisten.

Geräuschunterdrückungs- und Durchlassmodus

Die Kombination aus all den genannten Faktoren an den Earcups lässt die passive Geräuschunterdrückung ebenfalls mit einer guten Note abschneiden. Aber abgesehen davon haben wir hier auch noch eine sehr gute aktive Geräuschunterdrückung. Für mich das beste ANC das ich bisher auf dem Kopf hatte.

Und nicht nur das, sondern es kann auch der Geräuschdurchlass-Modus aktiviert werden. Zwischen Noise Canceling, Geräuschdurchlassmodus sowie dem Modus „normal“ kann direkt an der rechten Hörmuschel umgeschaltet werden.  

Schiebt man den Regler nach unten dann erlebt man eine sehr gute und nicht tonverändernde Geräuschunterdrückung. Nach oben geschoben kriegt ihr viel von eurer Umgebung mit. Das ist dann ungefähr so ähnlich, wie wenn man ein Mikrofon abstimmt und den Ton durch Kopfhörer direkt am Mic hört. Das ist für bestimmte Momente, wo man die Umgebungsgeräusche mitbekommen will, sehr praktisch. Trotz des Musikhörens höre ich nun zum Beispiel auch das Tippen auf meiner Tastatur im Hintergrund.

Beim hin- und herschalten der verschiedenen Geräusch-Modis gibt es auch keinen wirklich Klangunterschied. Sonst war ich oft mit dem Klang bei eingeschaltetem ANC nicht immer so zufrieden oder fand den Sound dann viel besser als ohne ANC. Beim Shure Aonic 50 ist das klangliche Ergebnis bei allen Modis gut und nur das jeweilige Feature ist entscheidend. Also ob man die Umgebung wahrnehmen möchte oder nicht.

ANC ohne Musik

Dafür punktet er bei aktiviertem ANC ohne Musik nicht zu 100%. Die Umgebung wird dumpfer und viele tiefe Töne werden zwar merkbar rausgefiltert, aber sobald es etwas komplexer wird leistet der Algorithmus keine sehr gute Arbeit. Ich würde die Geräuschunterdrückung ohne Musik als guten Durchschnitt betiteln, da sich die Rauschunterdrückung innerhalb der hauseigenen App verstärken lässt. Und diese Anpassungsmöglichkeit wertet das ganz noch einmal auf.

Wahrscheinlich wollte Shure keine Klangveränderungen bei aktiviertem ANC erzeugen, daher schwächelt dieser Modus etwas. Ich finde das aktuell aber so sogar besser, als das der Klang darunter leiden muss.

Guckt euch bitte mein erstes Video zu den Kopfhörern an, wenn ihr alle Features mitbekommen möchtet wie, dass man zweimal den Powerbutton drücken kann, um den Akkustatus per Sprache zu erfahren.

Shure Play App – Shure Aonic 50

Über die Shure Play App hatte ich im vergangenen Video jedoch noch gar nicht geredet und das hole ich jetzt nach.

Innerhalb der Shure Anwendungen kann man natürlich den kompletten aktuellen Status des Aonic 50 ablesen, aber auch den jeweils ausgewählten Umgebungsmodus variabel anpassen.

Oben rechts auf die drei Punkte getippt und schon können wir die Firmware eventuell aktualisieren sowie den aktuell genutzen Codec sehen, Liste der gekoppelten Geräte löschen, die Sprache der der Frau die uns den Status direkt aufs Ohr durchgibt verändern, allgemein entscheiden, ob man überhaupt Sprache auf Ohr oder Klänge oder gar nichts haben möchte sowie die Lautstärke variieren und außerdem können wir auch noch angeben, ob wir über niedrigen Akkustand benachrichtigt werden wollen und ob alle 15 Minuten oder einmalig.

Mega gut! Dieses individuelle Anpassen gefällt mir sehr sehr gut. Daumen hoch dafür an Shure. 😊

Einen Punkt Abzug gibt es aber dafür, dass der eigentlich sehr gute Equalizer nur auf Musik angewendet werden kann welche direkt vom internen Speicher des Smartphones abgespielt wird.

Akku – Shure Aonic 50

Die Akkulaufzeit soll bis zu 20 Stunden betragen, wenn jedoch ANC eingeschaltet ist und man eher laut Musik hört, dann habe ich so 13 bis 16 Stunden geschafft.

Das Laden geht über den USB-C Anschluss an dem rechten Earcup und wenn der USB-A Anschluss auf der anderen Seite am PC oder Laptop eingesteckt wird, dann können die Kopfhörer sogar gleichzeitig beim Hören aufgeladen werden.

Ein Vollaufladung dauerte bei mir fast 3 Stunden, der Aonic 50 soll aber auch 30W Schnellladen unterstützen. Das muss ich beim nächsten Mal doch noch einmal austesten, da ich nur ein 18W Netzteil zur Hand hatte. Also rechnet für eine Vollladung mit 2 bis 3 Stunden.

Aber nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!