Shure VP83F Kameramikrofon mit internen Speicher – Mic Allrounder

Shure VP83F Kameramikrofon mit internen Speicher – Mic Allrounder

6. Mai 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neue Lieblingsblogbeitrag! Heute möchte ich euch alles zu meinem neuen Kameramikrofon von Shure verraten. Und zwar nutze ich jetzt schon seit über ein Monat das Shure VP83F Richtmikrofon mit integrierter Aufnahmefunktion, um den Sound auch auf eine interne microSD Karte aufzunehmen.

Lieferumfang

Beginnen wir direkt mit dem Lieferumfang. Neben einer Bedienungsanleitung, weiterem Papierkram, einem Shure Sticker, zwei AA-Batterien, einem 3,5 mm Klinken-Audiokabel für die Verbindung mit der Kamera findet man natürlich auch noch das Shure VP83F Mikrofon mit übergestülpten Schaumstoff-Windschutz in der Verpackung.

Eine microSD Karte fehlt jedoch im mitgelieferten Zubehör. Außerdem kann man separat auch noch einen weiteren stärkeren Windschutz erwerben.

Ich hatte bei mir noch eine alte nicht genutzte 32 GB Speicherkarte gefunden und das wird vielen auch ausreichen. Mit dieser kann ich ungefähr 60 Stunden den Ton aufnehmen.

Verarbeitung – Shure VP83F

Das Gehäuse selbst ist aus robustem Metall und daher wirkt das gesamte Mikrofon sehr hochwertig. Mit 258g wiegt es zwar mehr als die Kunststoff Konkurrenz, aber das Gesamtgewicht muss man eh je nach der Kamera, mit der man dieses Mic nutzen möchte, berücksichtigen.

Außerdem ist das Shure VP83F auf einer elastischen Rycote-Aufhängung befestigt.

Durch die Kunststoffverbindungen ist das VP83F gut gegen kleine Erschütterungen geschützt bzw. diese Erschütterungen werden dann eben nicht mit aufgenommen und dadurch kann diese Rycote Aufhängung, die eine oder andere Tonaufnahme retten.

An der Aufhängung befindet sich unten ein ¼ Zoll Gewinde aus Metall, wenn ihr das Mikrofon auf ein Stativ schrauben wollt. Dieses Stück Metall ist gleichzeitig eine Vorrichtung zum Hereinschieben in den Blitzschuh eurer Kamera.

Links am Rycote Erschütterungsabsorber befindet sich der Anschluss für das Audiokabel, welches ihr dann mit eurer Kamera verbindet. Auf der rechten Seite finden wir einen Kopfhörerausgang. Diesen Anschluss hat nicht jedes Kameramikrofon. Hiermit können wir live den Ton monitoren, also überwachen. Cool, wenn man zum Beispiel einfach noch paar zusätzliche Geräusche für die Aufnahmen, die man schon gemacht hat aufnehmen möchte oder für sonstige Zwecke wo man nur das Mikrofon hauptsächlich nutzen möchte, wie Voice Overs etc.

Mic Gain pegeln…

Ansonsten kann man auch am Display die Lautstärke der Aufnahme gut überwachen indem man die Ausschläge beobachtet und gegebenenfalls herunter- oder hochregelt. Am besten sollte die Tonquelle beim Mic Gain zwischen -6 und -12 liegen. Für die bessere Übersicht hat Shure den Strich dicker dargestellt. Innerhalb des dicken Striches solltet ihr eure Aufnahme einpegeln.

Am besten schaltet ihr den Mikrofon Pegel an eurer Kamera soweit runter wie möglich. Bei meiner GH5 steht der Pegel bei minus 12 und pegelt dann immer alles über das Shure Mic.

Shure VP83F muss eingeschaltet werden…

Nach den Anpassungen sollte einem guten Ton direkt auf der Kameraaufnahme nichts mehr im Wege stehen, sofern ihr das Shure VP83F auch mit der Kamera verbunden habt und auch nicht vergessen habt das Mikrofon einzuschalten. Denn es geht nicht von allein an, wenn ihr das Kabel in die Kamera einsteckt.

Inegrierter Recorder

Durch den integrierten Recorder habt ihr zum einen die Möglichkeit immer ein Backup eures Tons zu haben – so nutze ich das meistens – oder wenn ich das Mikrofon als Boom Mic von oben oder auch mal von unten nutze, dann nehme ich eben direkt nur auf der microSD Karte auf. Solch einen Flashspeicher direkt im Mikro zu haben ist auf jeden Fall sehr nützlich. Übrigens wird die Aufnahme direkt im qualitativ sehr guten wav Format in 24Bit/48kHz auf die Speicherkarte gespeichert.

Fach für microSD Karte und AA-Batterien

Vorne am VP83F kann die Klappe geöffnet werden und hier findet dann die angesprochene microSD Karte seinen Platz und auch 2x AA Batterien.

Ich musste die Batterien bisher noch nicht einmal auswechseln und laut Hersteller soll man wohl bis zu 10 Stunden aktiv an einem Stück mit den zwei Batterien aufnehmen können. Im Akku-Fazit kann ich nichts Negatives berichten. Ich war und bin mit der Leistung sehr zufrieden.

Klangqualität

Übrigens auch was den Klang angeht. Es handelt sich hier um eine Super-Nieren-Charakteristik. Das heißt es wird alles gut und verständlich aufgenommen was sich in Richtung des Mikrofons befindet. Der Rest wird immer weiter ausgeblendet.

Die Tonqualität ist umso besser umso näher das Shotgun-Mic an der Audioquelle ist. Von daher ist das Shure VP83F auch sehr gut für Vlogger geeignet die eh meistens die Kamera plus das Mikro oben drauf nah am Gesicht haben. Wenn ihr weiter weg von der Kamera steht, dann ist natürlich eher ein Lavaliermikrofon wie dieses hier zu empfehlen.

Nebengeräusche

Nebengeräusche werden beim Shure Mic durch die Supernierencharakteristik auch gut rausgefiltert.

Jedoch hatte ich diesbezüglich auch schon Mikrofone die etwas weniger auf Hintergrundgeräusche geachtet bzw. mit aufgenommen haben. Mit diesem Shure Mic haben wir eben einen sehr natürlichen Klang mit weniger Hintergrundrauschen, aber leisere Geräusche wie Vögel oder Musiker im Hintergrund werden hiermit auch klar aufgenommen so lange sich diese ungefähr in der Richtung des Mikrofons befinden. Das muss jedoch nicht schlecht sein. Je nach Situation auch sehr gut.

Hitnergrundgeräusche automatisch filtern – Shure VP83F

Aber was ich auch in der Testzeit gelernt habe ist, dass der Hochpassfilter aktiviert gut bestimmte Hintergrundgeräusche noch herausfiltert. Es geht dabei um tiefe Töne unter 170 Hz. Beispielsweise Autogeräusche. Anfangs hatte ich den Filter noch nicht aktiviert. Mittlerweile ist der Low-Cut-Filter immer bei mir aktiviert.

Display und Menü

Wie ihr den aktivieren könnt wäre wahrscheinlich für euch noch interessant. Und damit kommen wir zum Display und den Bedienelementen hinten. Beim Startbildschirm könnt ihr schnell den Hochpassfilter aktivieren, den Gain anpassen und auch die Kopfhörer-Lautstärke regulieren mit Hilfe des verbauten gummierten Joysticks. Die Verarbeitung vom gesamten Mikrofon ist 1A, aber eben auch von den Bedienelementen.

Links seht ihr den Powerbutton und rechts den Rec-Button für den Start und Stopp der Aufnahme. Wenn ihr mit dem Joystick nach rechts geht, dann kommt ihr in die Einstellungen und hier seht ihr beispielsweise die gesamte Datei-Liste auf eurer Speicherkarte, ihr könnt die Display Helligkeit einstellen, das Shure VP83F updaten, resetten und weiteres.

Fazit – Shure VP83F

Mein Gesamteindruck ist sehr gut und ich kann das Mikrofon auf jeden Fall empfehlen. Es ist auch schon einige Zeit auf dem Markt und es gibt keinen wirklichen Grund eine neuere Version auf den Markt zu bringen. Ich denke, dass ihr mit dem VP83F auch in den nächsten Jahren noch Freude haben werdet.

Übrigens gibt es auch noch das Shure VP83 ohne Flashspeicher. Der Klang ist bei dem VP83 wohl aber genauso gut wie hier.

Außerdem wurde das Mic auch länger als Casey-Neistat-Mikrofon betitelt, weil Casey Neistat mehrer Jahre das Shure VP83 für seine Vlogs genutzt hat.

Für das Shure VP83 zahlt ihr aktuell um die 200 Euro und das hier gezeigte Shure VP83F habe ich heute für 333 Euro bei einer Preisvergleich Website gesehen. Der Preis schwankt aber auch ganz gerne mal was ich so in den letzten Wochen gesehen habe.

Oben im Video könnt ihr am Ende ein paar Aufnahmen mit dem Mikrofon hören.

Aber nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!