Teufel Cinedeck (Sounddeck) – Test

Teufel Cinedeck (Sounddeck) – Test

19. Juni 2020 0 Von Charly Charles Check

Herzlich Willkommen zu meinem neuen Lieblingsblogbeitrag! Endlich ist soweit! Die langerwartete Review zum neuen Teufel Cinedeck. Die dritte neue „Soundbar“ von dem Hersteller Teufel. Ich zähle dieses Cinedeck jetzt auch einfach mal zur Kategorie Soundbars, auch wenn es ein Sounddeck ist.

Cinebar Lux vs. Ultima vs. Cinedeck

Natürlich sind die drei unterschiedlich und je nach eurem Nutzungsverhalten wird euch die Entscheidung einfach fallen.

Zum Beispiel die Teufel Cinebar Lux, diese ist eine WLAN-Streaming Soundbar und für die habe ich mich persönlich entschieden. Review zur Soundbar:

Die Teufel Cinebar Ultima kann kein WLAN-Streaming, unterstützt dafür aber den aptX Codec via Bluetooth Verbindung. Review zu der Ultima Soundbar:

Naja und das Cinedeck, worum es gleich detaillierter gehen wird, ist eben für diejenigen die gerne ihren Fernseher aus Platzgründen auf die Soundbar bzw. das Sounddeck stellen wollen und dennoch sehr guten Sound haben möchten.

Alle drei sind übrigens auch noch vom Design anders. Ich würde sagen jeder Geschmack wird mindestens mit einer Soundbar getroffen. Vom Sound finde ich die alle geil, wobei die Lux für mich auch in der Disziplin gewinnt.

Was bekommt ihr für das Geld im Lieferumfang?

Das Cinedeck natürlich, ein leider nur 1,20m langes Stromkabel, eine schlanke Fernbedienung aus Metall mit 2x AAA Batterien. Die Batterien sind ebenfalls auffindbar in der originalen Verpackung.

Design & Verarbeitung – Teil 1

Das ist natürlich Geschmackssache und auch die Frage, ob man das Konzept von Sounddecks interessant findet. Im Vergleich mit weiteren Sounddecks finde ich hat Teufel hier optisch was Gutes rausgeholt.

Vorne haben wir die typische Teufel-Front mit Teufel Schriftzug und ein bisschen weiter rechts davon erstrahlt in Rot das gut ablesbare LED-Display.

An der rechten Seite des Gehäuses befinden sich die Bedienelemente, falls man gerade nicht die tolle Metall-Fernbedienung zur Hand hat. Lautstärke, Einschalten, Ausschalte, Play/Pause und Audioquellenwechsel ist hier möglich.

Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut, was auch bei dem Preis zu erwarten ist. Apropos Preis. Aktuell liegt er bei dieser 2.Generation von Teufel Sounddecks bei 549,99 Euro. Das heißt im Moment könnt ihr 50 Euro sparen. Link direkt zum Teufel Online Shop findet ihr unten in der Videobeschreibung.

Ich habe die weiße Variante mit grauem Grill getestet. Den Grill könnt ihr übrigens auch abnehmen. Das Cinedeck von Teufel gibt es aber auch noch in Schwarz mit schwarzer Front.

Design & Verarbeitung – Teil 2

Was mich beim Thema Design auch noch gefreut hat waren die zwei offenen 130mm Tieftöner unten. Ich würde mich zwar freuen, wenn ich die ständig sehen könnte, aber das ist auch etwas Geschmackssache. Meine Freundin will die Treiber zum Beispiel bei Lautsprechern nicht sehen. Ich hingegen finde es geil. Damit die Tieftöner nicht nur direkt den Tisch zum Vibrieren bringen, sind natürlich noch 6 Gummifüße angebracht für den nötigen Abstand zur Oberfläche des Tisches.

Mit insgesamt 10,7 kg und einer Höhe von 8,5 cm, einer Breite von 80 cm und einer Tiefe von 35 cm gehört das Teufel Cinedeck vielleicht nicht zu den Leichtgewichten, aber das soll es ja auch gar nicht. Aus der Kiste soll guter und kraftvoller Sound rauskommen, dafür braucht man wenigstens etwas Platz und Gewicht kann ebenfalls für gute Qualität sprechen. Eins vorneweg: Das tut es auch hier.

Das Gehäusematerial besteht aus MDF Holz und die Oberfläche ist zusätzlich PVC laminiert sowie lackiert.

Wenn wir uns die Rückseite genauer anschauen, dann kommen wir automatisch zu dem wichtigen Thema Anschlüsse am Cinedeck.

Anschlüsse

An Anschlüssen haben wir hier die Auswahl zwischen microUSB, HDMI-IN, HDMI-OUT in der Version 2.0 und unterstützt HDCP 2.2/3D/4K sowie HDR), ein optischer Digitaleingang und zu guter Letzt ein Stereo-Cinch-Eingang.

Als kabellose Verbindung steht uns Bluetooth mit aptX Codec Kompatibilität zur Verfügung. Freut mich, dass auch hier aptX vorhanden ist.

Klang – Teil 1

Kommen wir nun zu einem wichtigen Thema. Der Klang des Cinedecks von Teufel.

Ich bin positiv überrascht was Teufel hier so hinbekommt, ohne dass ich noch einen Subwoofer oder Rear-Speaker dazuschalte.

Der Bass ist ohne Zubehör druckvoll und reicht für eine Wohnung mit Nachbarn auf jeden Fall aus.

Man kann durch die vielen Einstellungen an den Höhen und Tiefen etwas schrauben und so den jeweils besten Klang des Cindedecks für das jeweilige Genre an Audio rausholen.

Dynamore Ultra zuschalten, Tiefen und Höhen separat passend einstellen, den Sprachmodus (wo der Fokus auf die Vocals gelegt wird) oder Normalmodus auswählen.

Bei Action-Filmen fand ich die Einstellung Sprachenmodus am besten, da so die Stimmen viel besser rüberkommen als im Normalmodus.

Dynamore Ultra lasse ich bei Musikwiedergaben ausgeschaltet, da der Sound ohne klarer und präziser dann von mir wahrgenommen werden kann.

Das Cinedeck zaubert euch also nicht unbedingt automatisch den eigenen besten Klang, sondern ihr solltet, wenn ihr mehr rausholen wollt, vorher die Einstellung für Musik oder Film etc. aktivieren. Bässe und Höhen könnt ihr wie erwähnt auch anpassen von -10 bis +10

Klang – Teil 2

Wenn man gerade keinen Film oder keine Serie schauen möchte, dann kann man sich hierüber auch mit Musik berieseln lassen. Die Vocals kommen gut und klar rüber. Bei hohen Lautstärken kann der Sound aber auch mal anfangen etwas zu dröhnen, wenn die Tiefen oder unteren Mitten zu stark betont werden. Durch Anpassungen in den Equalizer-Einstellungen lässt sich dies jedoch auch wieder bereinigen.

Ich habe hier beim Cinedeck wieder einen wirklichen Unterschied zwischen Stereo und zugeschaltetem Dynamore Ultra gehört, wie auch bei der Lux. Bei der Ultima war das bei meinem Setup hier ja nicht wirklich der Fall.

Das Cinedeck kriegt bei mir aber wieder einen guten räumlicheren und breiteren Klang hin bei aktiviertem Dynamore Ultra.

Klangtest

Siehe Video oben ab 8:40 Minuten.

Zusammenfassung der Hardware

Neben den zwei integrierten Subwoofern unten haben wir seitlich zwei Sidefiring Speaker und vorne zwei mal zwei Frontfiring Speaker sowie mittig einen echten Center Kanal. Deswegen ist das Display auch nicht mittig verbaut, sondern leicht versetzt.

Im Gehäuse befindet sich ein 220 W Class-D Verstärker.

Passendes Zubehör

Wenn ihr Sound von hinten haben wollt, dann könnt die Effekt Speaker dazu kaufen oder ihr kauft gleich das Paket bestehend aus dem Cinedeck Surround 5.0 Set. Wer hier WLAN Streaming vermisst kann sich übrigens auch noch die Cinedeck Streaming Variante anschauen.

Per Funk soll auch ein externer T8/T10 Subwoofer mit dem Cinedeck von Teufel verbunden werden können.

Pro- & Contra-Liste

Negativ:

  • Ein wenig oldschool Optik, liegt aber eher an dem noch vor kurzem beliebten Sounddeck Konzept…ist natürlich Geschmackssache
  • Man muss je nach Audioquelle vorher den Klang anpassen, sonst holt man nicht das Beste aus dem Cinedeck raus
  • Nachteil von Sounddecks: Man ist an einem Ort sozusagen gebunden, eine Wandbefestigung ist zum Beispiel natürlich nicht möglich (bei einer Soundbar kann man meist zwischen Wand oder Tisch als Standort wählen)

Positiv:

  • Erweiterbar durch Zubehör
  • Bluetooth aptX
  • Theoretisch platzsparend, da man den Fernseher direkt draufstellen kann
  • Guter Bass
  • Viele Anpassungsmöglichkeiten
  • HDMI: ARC, CEC – Bedienung von Fernseher und Sounddeck mit nur einer Fernbedienung
  • Dynamore Ultra
  • Guter Klang nach Anpassung
  • Laptop/PC direkt verbinden dank USB-Soundkarte

Fazit

Insgesamt finde ich das Cinedeck von Teufel dank druckvollem Bass ohne separate Subwoofer, der verbauten PC-USB-Soundkarte, Bluetooth aptX und der Verarbeitung gut. Persönlich würde ich mich aber immer für die Lux entscheiden. Wenn man aber weniger Geld ausgeben möchte und man WLAN-Raumfeld-Streaming nicht möchte sowie ein Sounddeck, anstatt einer Soundbar sucht, dann sollte das Teufel Cinedeck auf der Liste mit allen möglich Sounddecks stehen.

Aber nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, außer zu hoffen, dass ihr diesen Beitrag interessant fandet und wir uns im nächsten Text wiederlesen. Macht’s gut!